Herzlich Willkommen auf meinem Weltreise Blog!

Hallo zusammen,



schön dass ihr mich hier online auch nach meiner Weltreise weiter begleitet. Ich habe beschlossen hier weiterhin von meinen vielen spannenden Stationen mit Text und Bildern berichten. Denn ich werde wohl nie aufhoeren zu reisen. Nur ist es jetzt nicht mehr so lange am Stueck, nichts desto trotz bleibt es spannend ;-)
Da immer nur die neuesten Bilder direkt auf dem Blog angezeigt werden koennen, es sind inzwischen einfach zu viele, gibt es die aelteren Bilder direkt bei Picasa. Dazu einfach auf eine der Diashows hier klicken und dann bei Picasa, wohin man automatisch weitergeleitet wird, auf Lexis Fotoalben gehen. Dann hat man meine gesammelten Werke zur Auswahl!



Und ich würde mich freuen wenn ihr mir eure Kommentare dazu postet. Die bleiben dann naemlich hier fuer meine spaeteren Erinnerungen stehen. Ich freu mich auch sehr ueber die Emails, aber die sind ja leider nicht fuer die Ewigkeit! ;-)

Meine aktuelle Handynummer unter der ich gerade zu erreichen bin, ist erstmal wieder die deutsche!!!!: +49 179 9117966. Natuerlich auch per SMS ;-). Wenn ich eine andere Prepaidkarte kaufe lasse ich Euch das sofort hier wissen! Ausserdem wie immer zu erreichen unter T-Lex@gmx.net. Freu mich auch immer ueber Emails ;0).


Liebe Grüße Lexi!



PS: For my english speaking friends: Finally a little Translator is there! I hope it's good and tells not only shit ;-)!




vor der Reise

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nach 13 Monaten

Sonntag, 29. Mai 2011

Hawaii: Maui die Insel der Ruhe

So, nun bin ich also auf der letzten Station meiner Hawaii-Rundreise angekommen. Auf Maui. Der Name zergeht einem auf der Zunge wie Cocoscreme. Die Insel ist wirklich wunderschoen. Aber auch nicht besonders spektakulaer. Zumindest wenn man die anderen gesehen hat.

Es gibt einen Vuklkankrater, super schoene Straende, Surfergegenden, Schnorchelplaetze, eine wilde Strasse durch den Regenwald und ein paar ganz niedliche Orte. Maui vereint alles schoene der anderen Inseln in sich, aber es gibt eben nichts Neues. Das ist aber ueberhauptnicht schlimm.

Nun sitz ich hier mit meinen veganen, organischen Gemuesekrackern und meinem fettfreien Rotwein und ueberlege was ich schreiben soll. Es gibt einfach nichts Spektakulaeres zu berichten. Vor 2 Tagen ist Anja abgereist. Zusammen haben wir jeden Winkel der Insel erkundet, bis auf das Iao-Valley und den Krater. Dort bin ich dann gestern, am letzten Tag mit Mietwagen hingefahren.

Auf dem Weg habe ich 2 Australier aus dem Hostel getroffen und wir sind zusammen weiter gefahren. Eine sehr gewundenen Strasse rauf, natuerlich auf 15 MpH Geschwindigkeitsbeschraenkt, durch Wiesen und Felder das es im Allgaeu haette sein koennen. Echt schoen. Oben auf dem Kraterrand, 11.000 Fuss hoch, waren es dann 10 Grad und extrem windig. Wir haben ein paar kleine Hikes gemacht und immer wenn die Wolkendecke aufriss, fotografiert. Leider passierte das nicht so oft.

Tiere haben wir so gut wie keine gesehen, die haben sie ja auf Hawaii irgendwie fast alle ausgerottet. Anders kann ich es mir einfach nicht erklaeren, das es hier kaum Tiere gibt... Keine Schlangen, dabei waere das hier das Paradis fuer Schlangen. Und wovon die Mangusten hier leben habe ich auch noch nicht rausgefunden.

Es gibt grosse Spinnen, ihr kennt das Bild oder?, giftige Tausendfuessler, Mangusten, Schweine, Huehner und ein paar Voegel. Das wars. Echt komisch. Das Schoenste fuer mich sind aber die Schildkroeten. Die sind so cool und ueberall im Wasser. Haette auch nicht gedacht das es so viele sind. Man hat eine ziemlich gute Chance sie beim Schnorcheln zu sehen.

Um 3 musste ich dann weg vom Krater, das Auto wieder abgeben. Ab jetzt bin ich als Fussgaenger und Busfahrer. Heute habe ich mal wieder einen Buerotag gemacht. Ich hoffe ihr habt die beiden neuen Fotoalben bemerkt. Die Loecher in meiner Leggins sind genaeht und der Knopf an der Bluse fehlt auch nicht mehr...

Zum Luftschnappen bin ich dann mal hier durch den Ort Wailuku gelaufen. Hier gibt es so garnix. Ausser Kirchen, aber die gibts auf hawaii ohne Ende. Es ist faszinierend welche christlichen Splittergruppen hier so existieren. Ausserdem denke ich, schlagen die Inseln hier Venedig, von der Anzahl der Kirchen her, um Laengen. Ca. eine Kirche fuer 10 Einwohner. Aber die Leute hier sind echt glaeubig. Es ist normal das Jugendliche beten und die Kirche eine eigenen Abbiegerspur vom Highway hat.

Ein komisches Volk hier. In den kleinen Doerfer mehr als in den "Stadten", ist Vieles noch original aus den 50ern. Und nicht als Retrostyle..., fuer alles gibt es Beschraenkungen, Verbots- oder Warnschilder und dann wird man allen Ernstes gefragt, ob wir in Deutschland Fastfood kennen oder ob es bei uns auch Kinderfernsehen gibt. Naja, eigentlich ueberhaupt Fernseher.... Da fehlen einem echt manchmal die Worte. Es ist das Land der begrenzten Unmoeglichkeiten! Hier kann man nicht mal die Klospuehlung betaetigen ohne den Hinweis auf Verletzungsgefahr! Mein Gott, daran was mir hier alles passieren kann mag ich garnicht denken...lach!

Ich habe es immer schon gewusst: Europa ist modern und FREI!!!!!!

Aber nett sind sie hier alle. Und nicht so fett wie auf dem Festland und ein bisschen Outlaw. Man trinkt am Strand und faehrt zu schnell...;-) Sehr angenehme Revoluzer hier.

Mit diesen Abschiedsworetn ueberlasse ich Euch wieder dem deutschen Fruehling, denn meine Kracker sind alle und der Wein wird warm.

Ein froehliches Aloha

Eure Lexi

Freitag, 20. Mai 2011

Hawaii (Big Island): From Dusk till Dawn oder unter Outlaws.....

In den USA ist man ja schon ein Outlaw, wenn man ohne BH (wohlgemerkt MIT Shirt) abends am Strand neben einer eingezaeunten Schildkroete sitzt und ein Lightbierchen trinkt.... Also nicht erwischen lassen, denn auf dieses Vergnuegen koennen wir Nordeuropaeer nur schwer verzichten, wenn wir einen weissen Sandstrand direkt vor der Tuer, nachts noch 25 Grad und Vollmond haben.

Gute Voraussetzungen also fuer uns um die andere Seite von Big Island unsicher zu machen: Outlaw Country! Auch als Puna bekannt.

Wir haben uns also Vorgestern aufgemacht um auch diese Seite der Insel kennen zu lernen. Und vor allem natuerlich den Vulkan National Park. Ich wiederhole das gern nochmal, DEN Vulkan NP! Jeder der mich kennt, kennt vermutlich auch meine vergeblichen Versuche, seit Jahren mal fluessige Lava zu sehen. Und wo geht das wohl besser als auf Hawaii. Ich habe quasi schon mein ganzes Leben (naja gut, dass ist uebertrieben, aber die letzten 15 Jahre) darauf gewartet mal Lava fliessen zu sehen. Und wer hat sie nicht schon mal in den Nachrichten gesehen, die Nachtbilder mit den gluehenden Lavastroemen hier auf Hawaii?

Wir sind also mit sage und schreibe 35 Meilen pro Stunde, das sind ca. 56 km/h, ueber die Insel gedonnert. Hilo entgegen. Erster Stop Volcano NP. Das war auch ziemlich cool, bis auf die ernuechternde tatsache, dass es zur Zeit auf Hawaii KEINE fliessende Lava gibt. Wozu bin ich ueberhaupt hier hergekommen??? Ich dachte endlich haette ich quasi mal eine Garantie fuer das was auf Bali, in Costa Rica und auf dem Aetna nicht geklappt hat.... Und wieder nichts. Letzte Aktivitaet Maerz 2011. Ich bin zu spaet :-(

Na toll. Aber ein Gluehen in der nacht koennten wir uns anschauen wird uns gesagt, in einem Krater blubberts noch. Na gut, dann nehm ich eben das. Also haben wir uns erstmal den Rest angeschaut. Die alten Lavafelder, den Lavatunnel, die Petroglyphen und die von Lava verschuettete Strasse. Auch alles beeindruckend, aber eben keine fluessige Lava. Alles bei strahlendem Sonnenschein. Gegen Abend, zog es sich dann zu und begann zu nieseln. Oben auf dem Berg hatten wir dann richtig dichten Nebel, als wir mit ca. 1000 anderen, groesstenteils in "Emergency Ponchos" (man sollte sich immer Gedankenueber das Wetter machen wenn es so etwas zu kaufen gibt) gehuellten Touris vom Lookout auf den sagenumwobenen Krater starrten.

So ganz konnte ich mich den euphorischen Ausrufen nicht anschliessen, als die verzueckte Menge auf ein vages oranges Schimmern im Nebel deutete, das entfernt an Bremslichter auf der A2 an einem trueben Herbsttag erinnerte.... Recht bald wurde es uns zu ungemuetlich, da es nicht nur nass, sondern auch empfindlich kalt geworden war. Wir verliessen dieses wenig spektakulaere Ereignis um uns ins Land der Gesetzlosen zu begeben.

Nach ca. 20 Meilen der veranschlagten 26 hatten wir uns ziemlich in der totalen Pampa verfahren. Kein Wunder eigentlich, denn von dem Gebiet hier gibt es nicht mal ne Karte. Als wir den "Hauptort" mit lt. Lonely Planet sage und schreibe 960 Einwohnern erreichen, wundern wir uns ein bisschen wie hier ein gigantische Drive-Thru-Pharmacy ueberleben kann. Als wir die Hauptstarasse mit den altmodischen Saloons und Bars langfahren und uns ein bisschen wie in "From Dusk till dawn" fuehlen, nicht mehr. Alles Zombies hier. Allerdings tippen wir darauf, dass sie ihre "Medizin" im eigenen Garten anbauen. Zumindest die meissten. Alle voellig high hier. Vom Rentner bis zum Jugendlichen. Und alles Hippies.

In den Saloon trau ich mich nicht rein um nach dem Weg zu fragen. Da stehen 3 so komische Typen davor, das selbst ich Schiss kriege. ich entscheide mich stattdessen fuer die Pizzaria, wo mich ein einaeugiger Buckliger begruesst. Esmeraldaaaaa!!!!!! Dieser ist sehr hilfsbereit, hat jedoch auch keine Ahnung wo wir hin muessen (das er die ganze Zeit ein Rienmesser schwingt macht die Sache nicht besser) und da Renfield, der den Kuehlschrank putzt, es auch nicht weiss, schickt er mich ins Hinterzimmer. Die dort Rumhaengenden wissen angeblich bescheid hier. Naja.... In dem kleinen Kabuff stehen dann 3 Typen die jeden Gruselfim alle Ehre gemacht haetten. Ich frage mich wirklich in welchem Film ich gelandet bin und wie mein Ende wohl aussehen wird....

In der 3-er Runde wird lebhaft ueber mein Anliegen diskutiert, wobei die Vampirlady sich letztendlich durchsetzt. Also an der Kreuzung geradeaus.... Gut. Ich bedanke mich und alle winken ganz nett und wuenschen mir eine gute Fahrt. Vorn erkundigt sich Quasimodo ob ich nun Bescheid wuesste und Renfield grunzt ein Abschiedswort. Nett sind sie ja alle hier. Vielleicht weil wir ihr Abendessen sind, was quasi von allein auf den Teller huepft? Mir ist ziemlich mulmig zu mute als wir weiter fahren. Durch stockfinstere Nacht. Sogar der Vollmond, der uns gestern noch den tollen Beach erhellt hat, versteckt sich hinter dicken Wolken. Man sieht die Hand vor Augen nicht.

Wir fahren in die angegebene Richtung und finden auch tatsaechlich das Wohngebiet. Alle Haeuser hier sehen ein bisschen schaebig aus und stehen ziemlich weit auseinander. Natuerlich gibt es keine Strassenbeleuchtung. Wie auf Komando beginnt ein Hund zu heulen. Wie in einem schlechten Horrorfilm. Irgendwann ist jeder Realismus besiegt und es gruselt einen wirklich.

Wir fahren 2x durch den ganzen Ort ohne die Strasse zu finden. Kaloha Circle. Das kann ja nur eine Ringstrasse sein die durch das ganze Gebiet fuehrt, die muss man doch finden. Die Strasse fuehrt durch den Wald und endet dann abrubt. Death End.... na wenn hier mal nicht der Name Programm ist..... Wir drehen um, gewillt noch einmal jemanden zu fragen. Es ist keine Sau auf der Strasse, obwohl es erst 8 Uhr ist. Wir fahren noch einmal durch den Ort. Nichts. Dann fragen wir eine komische Familie die gerade ihr Haus verlassen hat und an der Strasse herum lungert. Die komische Auskunft die wir erhalten fuehrt uns an der Kirche vorbei in eine andere dunkle Sackgasse mit viel Wald. Nach weiterem gesuche noch ein verzweifelter Anruf beim Vermieter. Der hat schon geschlafen. Interessantes Nachtleben haben die hier.... Hey, wir sind fast da.

Letztendlich finden wir den Kaloha Circle. Es ist nun fast 9 Uhr. Die vermeindliche Ringstrasse ist ein schmaler Schotterweg, der zu einem einzigen im Wald stehenden Haeuschen fuehrt. Geschafft!!!!

Was fuer ein Tag! Und morgen gehts zum Nudistenstrand und abends in den Titti Twister.....

Sonntag, 8. Mai 2011

Hawaii (O'ahu): In the Navy....

Am 3. Tag sind wir dann also zum beruehmten Perlenhafen aufgebrochen, denn ein bisschen Kulutur und Geschichte muss ja auch sein. So genau hatte ich mich, denn meine Abneigung gegen Kriegsschauplaetze besteht noch immer, mit der Materie noch nicht auseinander gesetzt. Gut den Angriff der Japaner auf Pearl Habor kennt man, aber den Hintergrund (und hier meine ich jetzt nicht WW2) war mir persoenlich schleierhaft.

Die erste Schwierigkeit war ja schon das Hinkommen. Abfahrt 15A vom Hwy. Leider gibts 15 A nur wenn man aus Richtung Honolulu kommt und wir kamen natuerlich aus der Gegenrichtung. Und einfach runter fahren und auf der anderen Seite wieder drauf ist auf amerikanischen Autobahnen unmoeglich. Das ist zu einfach und zu logisch, sowas koennen die Amis nicht. ;-)

Aber wir hatten ja nun schon unsere Erfahrungen und haben es wirklich auf den Besucherparkplatz geschafft. Auf dem 4. haben wir dann auch tatsaechlich einen freien Parkplatz bekommen, etwas weiter weg vom Eingang, daher von den Amerikanern unbeachtet. Bevor man das Gelaende betreten darf, muss man erstmal seine Tasche und seine persoenlichen Sachen, bis auf das Portemonnaie denn man soll ja fleissig im Souvenirshop einkaufen, abgeben.

Hier wieder ein Vorteil gegenueber Australien, sie haben uns sogar vorgeschlagen unsere Taschen zusammen zu packen. Und wir haben auch nur einmal Gebuehr bezahlt. Echt gut! Die Karten fuers USS Arizona Memorial, die Hauptsehenwuerdigkeit hier, gibt es gratis und nach Uhrzeiten zugeteilt. Wir konnten Karten fuer 10.30 Uhr ergattern und hatten somit noch eine Chance vorher aufs Klo zu gehen und in den Souvenirshop zu schauen, wie das von braven Touristen erwartet wird. Die Menschenmassen werden hier im ¼ Std. Takt durch geschleust, es ist faszinierend. Um 10.30 Uhr ging es erstmal ins Kino, wo uns eine nette US Marine(tte) auf den Film aus historischen Fakten vorbereitete.

Der Dokumentarteil war dann aus alten Originalaufnahmen zusammen geschnitten. Wirklich gut erklaert und interessant und widererwartend KEINE amerikanische Selbstbeweihraeucherung. Wirklich gut gemacht und ging ganz schoen unter die Haut.

Nachdem wir ausreichend mit den Fakten der Geschichte versorgt waren, ging es auf ein “Boot der US Navy”, welches einem 1A-Touri-Ausflugsboot” zum verwaechseln aehnlich sah. Einziger Unterschied war der flotte Kapitaen in Navy-Uniform. Sicherheitsunterweisung (man weiss ja nie) und dann eine 5 minuetige Ueberfahrtahrt zum Memorial, welches ueber dem untergegangenen Schiff gebaut wurde. Dieses Denkmal gefaellt mir. Es ist quasi quer, wie eine Art Bruecke, ueber das Schiffswrack gebaut und man kann an beiden Seiten rausschauen und noch das Schiff im Wasser liegen sehen. Am Ende ist eine Halle mit einer riesigen Namensgedenktafel. Was mich ein bisschen wunderte war, dass noch immer Oel aus dem Wrack auslaeuft und auf dem Wasser treibt. Noch immer, nach 70 Jahren und das, wo das Schiff doch nicht mal tief liegt… Naja Umweltschutz auf amerikanisch ist ja wieder eine ganz andere Geschichte…

Dann ging es zurueck an Land und wir haben uns der weiteren Ausstellung auf dem Gelaende, dem U-Boot USS Bowfin und dem Kriegsschiff USS Missouri gewidmet. Wirklich interessant und nicht im typischen Disneyland-Stil. Im U-Boot war es ziemlich eng, aber beeindruckend was es dort trotz allem alles untergebracht war. Der Mannschaftsschlafsaal hat mich an einen Gemeinschaftsschlafsaal im Hostel erinnert. Auch keine Fenster und eng. Backpacker auf der ganzen Welt werden wissen wovon ich rede! ;-) Auf der Bruecke haben wir dann ein Kind getroffen, das uns tatsaechlich so daemliche Fragen gestellt hat, dass wir die versteckte Kamera gesucht haben. Wenn das der durchschnittliche amerikanische Nachwuchs ist, dann "gute Nacht Marie"!

Ausserdem kamen wir noch in den Genuss eines semi-professionellen Fotoshootings mit einer Art “russischer-chinesischer Gefaengnisaufseherin". Foto: hierhin, da anfassen, laecheln, weiter hier hin! Wir wollen nicht mehr, eins reicht! Nein weiter, hier hinstellen, laecheln! Aber wir wollen doch garnicht! Klappe halten weiter machen!!!!! Total krass. Die hat garnicht mir sich redden lassen. Schaetze in ihrer Jobbeschreibung steht, dass sie einmal am Tag Touristen im U-Boot fotografiern soll, damit die ein tolles Andenken haben. Und wir warens! ;-)

Das Battleship USS Missouri ist erst in den 90ern ausser Dienst gestellt worden und unglaublich gross. Es sind wunderbare 60er-Jahre Bueros erhalten, aber auch eine recht moderne Kantine und eine urige Bruecke. Das Highlight hieran Bord ist die Beule in der rechten Seite, die durch einen Kamikazeangriff der Japaner entstanden ist. Ansonsten scheint das Schiff immer alles gut ueberstanden zu haben. Keine Toten, bis auf ein Herzinfarktopfer auf der Bruecke, und nur einen Verletzten mit kaputtem Bein in all den Jahren. Nicht schlecht. Vielleicht haette ich mit diesem Schiff reisen sollen :0) Ach ja und die Kapitulation der Japaner wurde auch hier an Bord unterschrieben. Wir nehmen an einer schnell-schnell-Fuehrung teil und stromern dann noch eine weitere Stunde allein ueber die vielen Decks und durch die ganzen Raeume. Die Ausmasse sind wirklich gigantisch. Als wir fertig sind, sind Anja und ich uns einig das es ziemlich interessant sein muesste mal einen Flugzeuftraeger zu besichtigen. Allerdings braucht man da sicher ein paar Tage (Wochen?) Zeit fuer....

Nach all diesen Erlebnissen, haben wir festgestellt, das wir locker 6 Std. dort verbracht haben. Die Zeit ging schnell rum und es wurde nicht langweilig. Aber es war auch ganz schoen anstrengend. Und Hunger hatten wir jetzt. Also schnell die Taschen wieder abgeholt und auf zum "Gasthaus zur goldenen Schwinge" und dann nach Waikiki, denn wir wollten ja auch noch mal an den beruehmten Strand.

Nachdem wir uns gesaettigt nach Waikiki gestaut hatten, haben wir eine Weile am Strand Surfer beobachtet, bevor die obligatorischen Regenwolken (nur wenn ich am Strand bin) aufzogen und wir uns auf einen Sundowner in eine Bar verzogen haben. Dann sind wir noch ein bisschen durch die vielen verlockenden Geschaefte gestromert. Die Zivilisation ist schrecklich, ploetzlich ist es wieder wichtig was man an hat und man moechte lauter neue Sachen haben. An diesem Abend habe ich tapfer widerstanden, aber war echt schwer. ich habe mir lediglich einen neuen Kofferanhaenger (und den brauchte ich wirklich) und 2 kleine silberne Kettenanhaenger (meine kleinen Souvenirs) gegoennt. Fuer Anja haben wir ein paar coole Clogs erstanden.

Dann haben wir uns die 12 Meilen von Honolulu nach Ewa Beach, wo wir wohnen, in einem tierischen Gewitter, vorbei an Funken spruehenden Generatoren, einspurig auf dem Hwy nach Hause gestaut. Hat glaube ich fast 2 Stunden gedauert.

Alles in allem ein erfolgreicher Tag. Mal sehen was morgen so kommt.

Aloha von Hawai'i

Lexi


Hawaii (O'ahu): der Ananas-rip-off und die Turtle-Connection

Es war einmal ein kleines Maedchen, das war nach langer beschwerlicher Reise endlich in Hawaii gelandet, wo sein Lieblingsobst, die Ananas, waechst. Dann sah es in einer Zeitschrift, dass es hier eine Ananas Plantage zu besichtigen gibt. Man faehrt mit einem kleinen Zug durch die weiten Ananasfelder und kann sich alles anschauen. Da musste sie unbedingt hin.....

An meinem 2. Tag mit Anja war es dann soweit. Es ging zur Dole-Plantage. Die Karten hier sind ja ein bisschen arg stilisiert, aber wir haben das ganze dann doch ziemlich gut und sogar ziemlich schnell gefunden. Schnell geparkt und auf ins Ananasparadies. Es gab einige Auswahl: Ananas-Irrgarten, Plantangenrundfahrt mit dem Zug, Plantagengarten, oder alles? Ganz klar, Zug musste sein und wir haben uns dann fuer ein Kombiticket mit Zug und Garten entschieden. Auch wenn es nicht gerade guenstig war.

Zum Zueglein musste man sich erstmal anstellen, aber auch in Amerika gilt: wer sich vorne anstellt ist schneller dran ;-) So sind wir gerade noch in den Zug gekommen, nachdem sich ein super dickes Ehepaar ruecksichtslos an uns vorbei gedraengelt hatte um die Behindertenplaetze in Beschlag zu nehmen. Trotzdem bekamen wir noch ein Plaetzchen, allerdings hat Anja beim einsteigen gleich erstmal den Lautsprecher mit dem Kopf bearbeitet.... und ich musste aufpassen, das sie vor lauter "Sterne sehen" nicht gleich auf der anderen Seite wieder aus dem Zueglein gefallen ist. Kann man in den USA nicht jemanden fuer sowas verklagen? ;-) Naja, vielleicht spaeter...

Dann gings los. Ein bisschen wie Disneyland, mit Erntehelferfiguren und alten Maschinen, aber das muss ja nicht schlecht sein. Vorbei an ein paar Mangobaeumen, Kaffeebueschen, diversen Blumen, Zuckerrohr, aber keine Ananas! Komisch. Der fast noch intakte Lautsprecher plaerrte die Geschichte von Detlef Dole, dem Ananasbaron, auf uns nieder. Rhythmisch abwechselnd mit dem Geschrei der Kinder hinter uns. Eine reine Freude. Vorbei ging es an trostlos leeren Feldern, auf denen einmal Ananas angebaut worden waren. Damals. Die rotbraune Erde hatte ja auch einen gewissen Reiz im Kontrast zum blauen Himmel, aber es war doch nicht ganz das, weswegen wir gekommen waren.

Aber gut, die Fahrt war ja noch lang und waehrend nun hawaiianische Musik auf uns niederpasselte, hofften wir weiter auf Ananasfelder. Eben wie auf dem Bild in der Werbung fuer diesen Zug. Aber wir sollten bitter entaeuscht werden. Die ganze, insgesamt 20 minuetige fahrt fuehrte an leeren Felder vorbei. Nicht mal ein paar kleine neue Pflaenzchen waren zu sehen, waehrend wir lerneten das Ananas 2x geernet werden zuerst nach 20 Monaten und dann nochmal nach 15. Sehr interessant, aber ist es wirklich schlau auf einer Schauplantage alle Felder gleichzeitig abzuernten? Haben die hier noch nie etwas von versetzten Wachstumszyklen gehoert, so das es wenisgtens ein bisschen was zu schauen gegeben haette???

Die Antwort darauf ist NEIN! Also ging es unter dem Geplaerr der Kinder wieder zurueck und nach 20 Minuten Fahrt ueber einen trostlosen Acker waren wir wieder am Ausgangspunkt. Was fuer ein Highlight! Das ganze wurde dann nur noch getoppt von dem winzigen Stueckchen Ananas welches jeder am Ausgang bekam, der Audiofuehrung durch den Plantagengarten, der sich als eine Art botanischer Garten entpuppte und den unglaublich hohen Preisen fuer frische Ananas direkt auf der Plantage. Achja, und der phaenomenalen Auswahl an Ananas-Merchandising-Artikeln, incl. Weihnachtsbaumschmuck. Alles selbstverstaendlich zu exorbitanten Preisen und zur Freude der mengenmaessig in Ueberzahl anwesenden Japaner.

Nach dieser 1A-Bruchlandung sind wir ganz schnell weiter gefahren um uns in der Natur wieder zu beruhigen. Schildkroetenstrand ist da eine gute Sache. Faszinierend, wenn man Glueck hat und eine Kroete sieht und vor allem gratis! Kurzer Zwischenstop in der "Historic Town of Halaeiwa" mit einem schoenen, bunten Shave Ice (das erste rasierte Eis was ich je gegessen habe, aber lecker) und ein bisschen shopping und dann weiter zum Meer.

Hier haben wir dann unser Picknick, warmen Backschinken und frisches Baguette ausgepackt und mit Blick auf dem Ozean verspeist. Traumhaft. Und gerade als wir fertig waren, tauchten unten im Wasser zwei Berge auf die irgendwie immer wieder verschwanden, aber anders als die Felsen. Riesenschildkroeten!!!!! Sie waren wirklich da. Also nichts wie hin. Man kan sich nicht vorstellen wie toll es ist, neben einem solchen Riesen einfach frei draussen im Wasser zu stehen. Das ist atemberaubend. Die Turtles haben sich von uns nicht weiter stoeren lassen und weiter die Algen von den Felsen geknabbert. Und wir haben verzweifelt versucht dabei moeglichst tolle Bilder von ihnen zu machen. Aber das ist nicht so leicht, wenn sich alles unter Wasser abspielt. 100 Bilder, 3 davon so naja, der Rest nix. Und trotzdem was super toll!

Dann sind wir noch ein Stueckchen weiter gefahren, an den eigentlichen Schildkroetenstrand den Lorenzo mir gezeigt hatte. Und da lag dann sogar wirklich eine von ihnen im Sand. Ordentlich abgesperrt vom Tierschutz und umringt von lauter Menschen. Klar, sowas sieht man nicht alle Tage. Also konnten wir noch einmal schoen Fotos machen und schauen und sind dann den Strand in der anderen Richtung entlang gelaufen. Einfach nur dem Sonnenuntergang entgegen. Und ploetzlich lag sie vor uns. Weit und breit kein anderer Mensch, nur wir und die Riesenschildi. WOW! Mehr kann ich dazu garnicht sagen. Wir haben sie dann beobachtet bis die Sonne untergegangen ist und sind ganz gluecklich wieder zurueck zum Auto.

So hat der Abzockertag doch noch ein versoehnliches Ende gefunden. Und was fuer eins.

Es geht eben doch nichts ueber die Natur und die Plaetze wo man nicht mit dem Auto hinfahren kann :0)

Also munter bleiben

Lexi

Montag, 2. Mai 2011

Hawaii: Ein Tag auf dem Airport

Nachdem mich Lorenzo heute morgen am Flughafen abgesetzt hatte, habe ich versucht meinen Rucksack irgendwo abzugeben oder ein Schliessfach zu finden, um den Tag in Honolulu zu verbringen und dann abends Anja abzuholen. So war der Plan und ich fand ihn auch wirklich gut. Leider haben mir die paranoiden Amerikaner einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach 9/11 wurden Gepaeckaufbewahrung und Schliessfaecher abgeschafft. Zu gefaehrlich!

Na super. Im normalen Bus durfte ich mit meinem ganzen Gepaeck nicht fahren und der Airportshuttle ist ganz schoen teuer. Und vor allem, was soll ich mit meinem ganzen Kram in der Stadt oder am Strand? Also habe ich es wie Tom Hanks im Film Terminal gemacht und mich gemuetlich auf dem Flughafen eingerichtet... Natuerlich bin ich ca. alle 20 Minuten von einem Security-Mann angesprochen und misstrauisch beaeugt worden, aber mich hat das weniger gestoert als sie. Immerhin habe ich es geschafft mein Gepaeck niemals aus den Augen zu lassen, denn die sich staendig wiederholende Ansage hat mir ja verkuendet, das mein Rucksack sonst entfernt und vermichtet wird. Und das wollte ich ja nun auch nicht. Also bin ich immer schoen mit Sack und pack aufs Klo, oder wohin auch immer gegangen und habe die Groesse von Behindertentoiletten zu schaetzen gelernt.

Mein Lieblings-Security-Mann hat mir dann irgendwann den Tipp gegeben, dass ich mich in einem bestimmten Bereich des Flughafens eventuell (und selbstverstaendlich illegal) ins Internet einklinken kann. Denn Internetzugang gibt es nur IM Gebaeude und da ich ja kein Passergier war, hatte ich keine Chance auf eine legale Version. Das hat dann auch tatsaechlich geklappt und ich habe ein paar neue Bilder hochgeladen und Emails geschrieben. Solange mein Akku das eben mitmachte. Immerhin konnte ich mir so eine Weile die Zeit vertreiben.

Nach dem Schichtwechsel der Security-Leute, die sich alle persoenlich bei mir verabschiedet haben (denn wir kannten uns ja inzwischen alle :0)) bin ich dann zu Starbucks marschiert und habe mir einen riesigen Cafe Latte gegoennt. Immerhin hatte ich noch weitere 4 Stunden tot zu schlagen. Ein bisschen mit der canadischen Familie am Nebentisch unterhalten, Leute beobachtet, Spatzen gefuettert und dann waren es nur noch 2 Stunden.

Bei meinem naechsten Marsch aufs Klo habe ich dann aber leider festgestellt, das Anjas Flug auch noch Verspaetung hat. Na super! Aber gut, wer sich 7 Stunden auf dem Flughafen beschaeftigen kann schafft auch 8! Also habe ich noch ein bisschen gelesen, die Ankunftshalle erforscht und gewartet. Erstaunlich fand ich, dass ich kein Problem hatte bis an die Gepaeckbaender zu kommen. Da ist ploetzlich nix mehr gesichert. Komisch oder? Also wenn ich ein Terrorist gewesen waere.... Naja, muessen die wissen.

Gegen 7 konnte ich dann endlich Anja in die Arme schliessen. Dann gings zur Autovermietung und los. Ich muss mich wieder umstellen, hier ist wieder Rechtsverkehr. Eine sehr kurze fahrt und eine falsche Ausfahrt brachten uns dann auch direkt auf die US Air Base. Zum Glueck sind die Leute hier echt nett und so durften wir auf der Base wenden und unser Glueck neu versuchen.

Den kroenenden Abschluss des Tages bildete eigentlich dann unsere Einkaufsfahrt mit Fahrer und Einkaufsassistenz (unser Vermieter hier, der Angst hatte das wir uns verfahren oder im Riesensupermarkt verlaufen, dabei kannte er die Geschichte von der Air Base noch garnicht) und eine Maeusejagd in unserem Zimmer. Ach ja und da ich den ganzen Tag ueber nur von Kaffee gelebt hatte, natuerlich auch der Besuch bei Mc Donalds, der mein Leben gerettet hat.

Ihr seht also, mir wird es nie langweilig. Und ab morgen machen wir die komplette Insel unsicher. Das wird ein Spass!

Munter bleiben

Lexi

Nachtrag: Waehrend ich dieses geschrieben habe, bin ich von einem winzig kleinen schwarzen Kaefer 13x in die Seite gebissen worden.... So ein Mistvieh. Ich wusste nicht das Kaefer beissen. Anja hat ihn dann erlegt und nun ziert mein Blut unsere Bettdecke :(

Freitag, 29. April 2011

Amerika: Voraus in die Vergangenheit, erste Eindruecke

Aloha aus Hawaii. Oder um genau zu sein vom Waikiki Beach auf O'ahu. Neuer Kontinent, neues Glueck scheint dieses Mal zu klappen. Nachdem es Australien mir dieses Mal leicht gemacht hat zu gehen, war ich absolut positiv ueberrascht von Hawaii. Immerhin ist das ganze ja doch irgendwie USA und wer meine Einstellung dazu kennt, wundert sich wahrscheinlich sowieso was ich ich hier mache. Aber ich habe auf dieser Reise einigen Laendern eine 2. Chance gegeben und es hat sich durchaus gelohnt. Und hier scheint es genauso zu sein.

Zuerst einmal hat Hawaii mir einen ganzen Tag geschenkt, denn ich durfte den 28. April 2x komplett erleben. Der Datumsgrenze sei dank :0). Nicht das ich das nicht zuerst voellig verpeilt habe, aber nun freu ich mich, vor allem weil dieser Tag, beim 2. Mal viel schoener war als der 28. April in Sydney. Sonnenschein, blauer Himmel, echt nette Leute ueberall, Grenzbeamte die ich mit meinen Visa-Vorstellungen und Fragen an den Rande des Nervenzusammenbruchs getrieben habe, die sich aber trotzdem sehr bemueht haben mir zu helfen. Leider konnten sie meine Frage auch nicht beantworten. Auch nicht der Supervisor und dessen Chef... Offenbar ist noch niemand vor mir auf diese Idee gekommen. Und dabei habe ich mich doch vorher im Internet schlau gemacht. Allerdings sind die Regeln hier vor Ort offenbar doch noch anders. Oder auch nicht, denn das weiss ja keiner so genau. Wir bleiben optimistisch das alles so klappt wie ich mir das denke und warten ab. Kommt mich sonst mal jemand in Mexico im Gefaengnis besuchen? :0)

Auch der Busfahrer, der mir erst ein bisschen grummelig vorkam hat sich zum Schluss, als die Pauschaltouristen weg waren, sehr nett mit mir unterhalten und mir ein paar gute Tipps gegeben, bevor ich einen "exclusiv zum Hostel Schuttle" bekommen habe. Im Hostel habe ich dann auch ohne Reservierung noch ein Bett bekommen. Das Zimmer ist echter Luxus nach der Dreckbude in Sydney. Zwar auch 8 Betten, aber auf 2 Raeume verteilt. Mit eigenem Bad, einer warmen Dusche, einer Kuechenzeile im Zimmer und einer Putzfrau die auch tatsaechlich sauber macht. Und auch hier alle total nett.

Obwohl es draussen so schoen war, musste ich mich erstmal ein bisschen hinlegen, dann eine ausgiebige Dusche nehmen und dann bin ich runter zum Strand. Waikiki Beach. Das zergeht einem schon richtig auf der Zunge wie zarte Schokolade. Und genauso fuehlt es sich auch an wenn man dort steht. Sensationell. Ein super schoener Strand, direkt an der Stadt, Surfer, Sonnenanbeter und sonstige entspannte Leute. Ich habe mich erstmal auf den "Wall" in die Sonne gesetzt und einfach nur geschaut. Dabei bin ich 2x ziemlich nass gespritzt worden, aber das ist in der warmen Sonne ganz egal. Herrlich wars. Dann bin ich den ganzen Strand Richtung Flughafen entlanggelaufen und habe mir auf einem Felsen, vermeindlich allein, mit einem kalten Cranberriesaft als Sundowner, den Sonnenuntergang angeschaut. Gut, als ich mich umgedreht habe ist mir aufgefallen das diese Idee auch noch ca. 1.000Andere hatten :0) Aber die haben nicht gestoert.

Danach bin ich auf der Hauptstrasse zurueck gebummelt. Alles mit Fackeln beleuchtet. Jedes der grossen Hotels, der Einkaufzcentren und Restaurants. Dazu Palmen und warmer Wind. Und ueberall was los. Ein tropischer Traum. Ich habe mir zur Feier des Tages heute mal Sushi und einen Guavensaft gegoennt und bin dabei auch gleich in den Genuss einer hawaiianischen Tanzvorfuehrung gekommen. Was will man mehr? Und jetzt auch noch free WIFI um Blog zu schreiben. Ich glaube Hawaii mag mich. Und ich mag es hier auch!

Cheers, auf eine schoene Zeit!

Eure Lexi

Zusammenfassung: T.I.A. This is Australia

Es ist mal wieder Zeit fuer ein bisschen Statistik...

Wieder ein Kontinent fertig bereist. Der Vorletzte meiner Reise. Bisher mit Abstand mein Lieblingskontionent, diesen Titel hat Australien allerdings in den letzten Wochen sehr zielstrebig verspielt. Trotz allem hatte ich eine tolle und aufregende Zeit hier, die ich nun mal ein bisschen zusammen fasse.

Transportmittel: Vom ueberteuerten Airportshuttle (38$), ueber den Greyhound Bus, Zug, Auto, nicht zuvergessen Kasimir O'Connor, unsere treue Wicky, verschiedene Faehren, Zahnradbahn, Kleinbusse, ein Segelboot und das Flugzeug.

Strecke: 7.500 KM die Westkueste rauf, von Perth nach Margrate River und dann hoch ueber Exmouth, Broome und den Karijini NP nach Darwin. Nicht zu vergessen Port Headland, die tristeste Stadt in Australien. Dann mit dem Flieger die 3.500 KM bis nach Cairns abgekuerzt, nachdem mir ein Trottel eine Mitfahrgelegenheit angeboten hat die teurer war als ein Flug, und dann mit dem Greyhound nochmal knapp 4.000 KM die Ostkueste runter bis Sydney.

Wetter: Von heiss, heiss, extrem heiss an der Westkueste ueber schwuel-heiss und tropischem Regen in Darwin bis Dauer-Nieselregen in Cairns, sintflutartigen Regenfaellen in Noosa und herbstlich nass kaltem Klima in Sydney. Gut das es in den Blue Mountains nicht noch geschneit hat...

Essen: Leider kann man auch in einem Land in dem Steaks so viel billiger sind als bei uns nicht jeden Tag davon leben. Also wurde der Homebrand von Woolworth und der "Pricecut" bei Coles unsere besten Freunde. Abgesehen von der internationalen Kochgemeinschaft in Darwin, gab es also hauptsaechlich Nudeln. Pasta und die asiatischen 2 Minuten Nudeln, dann hatten wir noch Polenta a la Strada, was als resteessen begann und sich als echter Hit entpuppte, ab und zu mal Cola, Eis und Chips, aber das hielt sich bei den Preisen sehr im Rahmen. Australien ist ein land in dem Milch genauso teuer ist wie Wasser und frisches Obst und Gemuese fast unbezahlbar. ich sag nur 15$ fuer ein Kilo Bananen... Und nicht zu vergessen die Notessen bei Mc Donalds, wenn es uns mal wieder richtig so richtig angeschissen hatte. Dann noch unser Gekoche auf dem kleinen Gaskocher in der Wildnis, aber er hat gehalten bis zum Ende und hat uns klassische Ein-Topf-Gerichte beschert.

Katastrophen: Beginnen wir mit den Naturkatastrophen. Buschfeuer in Perth, haben wir aber kaum mitbekommen, Flut und Ueberschwemmungen an der Ostkueste (daher Aenderung meiner Reiseplaene), Zyklone, Gewitter und Ueberschwemmungen auf dem Weg nach Norden. Dann war da noch die sache mit den gebrochenen Fingern, die 1 Million Mueckenstiche, die allergische Reaktion darauf, der Woechel und ....nun faellt es mir nicht mehr ein. Doch kar, meine boesen Badbugs und der Angriff der Killerameise. Und noch ein faellt mir ein. Nicht nur das sie im Bottleshop jedes mal den Ausweis kontrolliert haben, einmal habe ich sogar nichts bekommen weil ich den pass nicht mit hatte. Krass oder? Und ich wollte nur eine Flasche Wein kaufen, in einem Laden in dem ich schon seit 2 Wochen regelmaessig eingekauft habe, bei der gleichen Person... Die spinnen die Australier.

Leute: Als erstes mal meine liebe Dani, die mit mir die Wildnis der Westkueste unsicher gemacht hat, Kathrine die ich in Perth wieder getroffen habe, dann Anja und Nadine die wir ab Broome nicht mehr losgeworden sind ;), meine Darwin-Hostelfamilie, meine echte australische Familie, Elena, Steffi, Niels, Donna die ich in Brisbane wieder getroffen habe und viele tolle und interessante Backpacker mehr die ich sonst noch auf dem Weg getroffen habe.
Das Miteinander der Australier beeindruckt mich noch immer tief. Z.B. wenn die Leute aussteigen, bedanken sie sich beim Busfahrer. Vom schmuddligen Penner, wovon es hier leider so einige gibt, ueber die aufgedonnerte Modepuppe bis zum coolen Jugendlichen. Alle. Das gefaellt mir. Ansonsten habe ich leider viele betrunkene Aboriginal gesehen, eine Menge prollige Australier (vorzugsweise maenner ueber 30) und super aufgebrezelte Style-Backpacker aus aller Welt. Ein ganz anderer Schlag von Travlern als in Asien oder Afrika. Besonders an der Westkueste, wo Party und gut aus zu sehen die einzig wichtigen Dinge sind.

Und was ich sonst noch so passiert ist: Wir sind verwarlost in der Westkuesten Wildnis mit einer Dusche alle paar Tage, haben viel Goon (ein weinaehnliches Getraenk aus dem 5 Literkarton bei dem sich die Geruechte der Inhaltstoffe wild ueberschlagen, aber nichts davon ist wirklich schoen ;)) getrunken, Bier ist ja hier so teuer. Cola auch. Haben an den schoensten Plaetzen geschnorchelt und gebadet, manchmal auch im Stigersuit, ich bin allein durch den Regenwald gewandert, bin Schlangen und grossen Spinnen begegnet, wir sind mit der Wicky einmal liegen geblieben weil ich das Kuehlwasser nicht richtig aufgefuellt hatte (Asche auf mein Haupt), haben am Strassenrand, auf Parkplaetzen und auf Truckerplaetzen geschlafen, in der totalen Wildniss kampiert, uns auf Campingplaetze geschlichen, haben das Vandach mit Klebeband und Kaugummi ein bisschen wasserdichter gemacht, versucht auf dem heissen Wagendach ein Ei zu braten (es funktioniert nicht!), haben nachts in der Wildnis kein Auge zugetan wegen der Hitze, der Muecken oder einfach aus Angst, ich habe nachts Kangaroos gejagt die unsere Obstvorraete geplundert haben und ich habe ein Opossum nachts im waschraum fast zu Tode erschreckt, oder es mich. Dann habe ich in ganz tollen und ganz schaebigen Hostels geschlafen, mit Bedbugs gekaempft, meine noch unbekannte Familie getroffen, war auf Trauminseln und an Traumstraenden, wir sind durch einen ziemlich krassen Floodway gefahren, sind gross aus gegangen, hatten einen tollen St. Patricksday, Poolpartys und noch vieles, vieles mehr.

Alles in allem wieder eine ganz aufregende und abenteuerliche Zeit die sich voll und ganz gelohnt hat. Auch wenn ich sagen muss, dass Australien mir mehr abverlangt hat als die anderen Kontinente bisher. Und das haette ich von der ersten richtigen Zivilisation nach langer Zeit, nicht gedacht. Aber es ist so, in Australien bekommt man nichts geschenkt.

Trotz allem, ich komme bestimmt wieder! Denn es gibt noch immer viel zu entdecken und Familie und Freunde zu besuchen.

That's it, so see you Australia, aloha Hawaii!

In diesem Sinne, auf in die Vergangenheit (Datumsgrenze)

Eure Lexi

Australien: Koalas im Nebel

So, nun sitze ich also hier. In den blauen Bergen von Sydney. Draussen regnet es und weil es das gestern auch schon tat, habe ich mich erkaeltet. Mal wieder Halsschmerzen und eine verstopfte Nase. Ausserdem frier ich. Die Gegend hier muss wunderschoen sein, nur leider habe ich gestern nicht viel davon gesehen. Unsere 2 stuendige Wanderung durch den Regen zum XXX Wasserfall hat meine Motivation schon ganz schoen auf die Probe gestellt. Der Wasserfall (hoeher als die Niagarafaelle) ist echt beeindruckend und an einem heissen Sommertag haette ich den Wasserfall-Niesel sicher auch mit Freude genossen, aber wenn man eh schon nass bis auf die Haut ist und dann noch mehr besprueht wird, ist das doch eher ein fragwuerdiger Genuss. Fotos habe ich zwar ein paar gemacht, leider verschwindet der Wasserfall einfach oben im Nebel. Kuenstlerisch sicher wertvoll, aber irgendwie anders als ich mir das urspruenglich dachte.

Unser Picknik zum Mittag haben wir dann auch im Hostel abgehalten, was eine willkommene Pause im Warmen war. Das YHA hier ist ein Traum von einem Hostel, besonders nach der schaebigen Bude in Sydney. Der Aufenthaltsraum hat ganz viele kuschelige Sofas und einen Kamin. Und der war, bei den Temperaturen auch kein Wunder, an. Ruck zuck waren die besten Plaetze weg und die Klamotten zum trocknen aufgehaengt. Aber wie das immer so ist wenns gemuetlich ist, die Zeit verging viel zu schnell und schon mussten wir wieder los. Zum naechsten Highlight des Tages den 3 Sisters und der steilsten Zahnradbahn der Welt (52 Grad Steigung!). Das Dumme war nur, das vor dem ganzen Spass noch eine 1 stuendige, 900 Stufen nach unten fuhrende, Wanderung zu bewaeltigen war. Und das bei Regen, auf einem schlammigen Pfad, der mehr aus Wasser und Matsch als aus Weg bestand, in halbnassen Sachen.Schoeoeoen!

Das atemberaubende Panorama konnten wir von diversen Lookouts aus nur erahnen und uns anhand der Beschreibung des Guides (und ein paar Postkaten im Souvenirshop) vorstellen. Ebenso wie die Koalas, die hier in den Eukalyptusbaeumen wohnen. Alles im dichten Nebel verschwunden. Unser Guide hat ganz tapfer die Legende der 3 Schwestern erzaehlt und uns die Aussicht beschrieben, aber so wirklich rausgehauen hat es das nicht... Wir haben artig im Regen gestanden und zugehoert, aber eigentlich war jeder schon in Gedanken in Cafeteria an der Bergstation der Zahnradbahn und hatte ein Heissgetraenk in der Hand. Dann ging es nach einem letzten Abschnitt der Schlammwanderung (und glaubt mir, dieses Gefuehl wenn einem der eiskalte Matsch in den Schuh schwappt ist ueberall auf der Welt gleich unangenehm) endlich in die Bahn. Sah erstmal garnicht so specktakulaer aus, aber dann gings los. Die schraegen Liegesitze waren ploetzlich voellig senkrecht und einen Moment spaeter sogar leicht nach vorn gekippt. Echt ein ganz komisches Gefuehl, vor allem weil es keine Gurte oder Ueberrollbuegel gab. Dann ging es noch rueckwaerts, den die ganze Fahrt war rueckwaerts, durch einen natuerlichen Felstunnel von 80 Metern und dann waren wir da. Diese Fahrt war wirklich mal ein Hammer!

Dann gings fuer mich zum YHA zurueck und nach einer kuerzen Diskussion, denn irgendwas hatte mit meiner Buchung nicht geklappt, bin ich dann in einem kuscheligen Bett in einem wunderbar ueberheizten Zimmer verschwunden und erst gegen Mitternacht noch einmal ganz kurz zum Zaehneputzen aufgestanden. Tja, und hier sitze ich immer noch. Das Wetter ist noch genauso bescheiden wie gestern und mich reizt nichts hier im nasskalten Herbstfeeling (sogar die Baeume sind verfaerbt und verlieren ihre Blaetter) noch eine Runde durch den Ort zu drehen. Da schreib ich doch lieber Blog, denn meine Zeit in Australien ist ja nun gezaehlt und ich weiss wie schwer „nachschreiben“ ist, wenn man auf dem naechsten Kontinent ist und vor lauter neuen Eindruecken nichts Vernuenftiges mehr formulieren kann. So, ich hol mir jetzt noch einen heissen Tee, hoffe das sie bald den Kamin wieder anmachen und dann schreibe ich den Hippiebericht ueber Bayron Bay und Nimbin :0).

Es gruesst die frierende

Lexi


Nachtrag (ja sowas gibts hier auch :-) ): Gegen 13 Uhr hat es dann etwas aufgeklart und aufgehoert doll zu regnen. Also bin ich mit Iva, einem tschechischen Maedel aus meinem Zimmer, nochmal zum 3 Sisters-Lookout und sogar zu der ersten Schwester marschiert. Wieder 1000 Treppenstufen im Schlamm, aber dieses Mal hatten wir den versprochenen Ausblick. Und der hat sich gelohnt. Wahnsinn was sich da in den Wolken versteckt hatte. Anschliessend gings dann noch zur Belohnung in die kleine Schokoladen-Manufaktur wo ich eine "echte heisse Schokolade" (ein Taesschen mit einem Teelicht unten drin und Strohhalm-Umruehrloeffel in einem, eine ganze Schale leckere Schokoladendrops und viel heisser, aufgeschaeumter Milch) getrunken habe. Man das war lecker!

Danach gings wieder zurueck nach Sydney, wo ich meinen letzten Abend bei einem Pint Cider und einem letzten australischen Steak mit Kartoffelbrei im Pub habe ausklingen lassen. Dann habe ich mir bei Coles noch einen Dipp und 2 Broetchen fuer die Reise besorgt und bin packen gegangen. Aber bei Regen macht irgendwie garnichts richtig Spass.


Australien: unter Hippies

Unter Hippies

Meine Ankunft morgens um halb 7 in Bayron Bay gestaltete sich recht Problemlos, wenn man einmal davon absieht, das ich mit meinem ganzen Gepaeck in einem Ort an der Bushaltestelle stand, in dem alles erst um 10 uhr aufmachte... Irgendwie war das anders geplant gewesen. Aber gut, wenn ich an die Greyhoundschliessfaecher nicht ran komme, suche ich mir eben andere. Ich schnappe meinen Kram und zockele los. Die menschenleere Hauptstrasse lang. Das erste Hostel hat noch zu, aber beim Nomads habe ich dann Glueck. Sie haben schon auf und Schliessfaecher. Der Sapss kostet mich 8$, denn in Australien bekommt man ja nichts geschenkt, aber was solls. Taschen weg, das ist gut und jetzt brauche ich nach dieser phenomenalen Busnacht erstmal einen Kaffee.

Auf der Strasse kommen mir die ersten Hippies entgegen. Natuerlich barfuss und in langen Batikkleidern oder Fischerhosen. Cool. Ich finde ein Cafe was schon auf hat und bestelle mir einen Kaffee. Ich habe zwar auch Hunger, aber das Fruehstueck hier ist mir zu teuer. Der Kaffee eigentlich auch, aber der muss jetzt sein. Die Bedienung fragt mich 3x was ich denn essen moechte, dann gibt sie auf. Aber laesst keine Runde aus mich argwoehnisch zu beaeugen. Mir doch egal, ich bin jetzt hier Gast. Basta. Ich bekomme meinen Latte (ja, das „Macchiato“ kennen die hier nicht) und schau mir die anderen Gaeste an. Viele Hippies und alle ordentlich am fruehstuecken. Ich studier nochmal die Karte. Das guenstigste Fruehstueck ist ein Muffin und kostet 8$. Und ich seh niemanden einen Muffin essen... Da stimmt doch was nicht. Ich schau mir die Leute nochmal naeher an und stelle fest, das man hier in Bayron offenbar ein Mode-Hippie sein muss. Batikklamotten, aber eine Gucciuhr. Im alten coolen VW Bus angereist, aber im Steigeberger Schlafen, barfuss und im Schmuddelt-shirt, aber mit dicker Brieftasche und Mode-Huendchen an der Leine.... man hat es eben einfach.

Ich bezahle meinen Kaffe und troll mich zum Strand. Ich habe ja noch immer 2 Std. Zeit bis meine Tour losgeht und den Abholpunkt habe ich auch schon ausgekunschaftet. Unterwegs kaufe ich noch einen Pie, den ich gemuetlich am Meer essen will. Bayron hat einen tollen Strand. Und so langsam ist hier auch was los. Hier gibts die richtigen Hippies und nicht diese Moechtegerns. Viele haben hier direkt geschlafen oder in ihren Vans und Autos. Nun wird geduscht, geschwommen und gefruehstueckt. Ich setze mich auf einen grossen Stein, esse meinen Pie und schau mir das alles an. So fuehle ich mich wohl. Das ist viel eher meine Welt. Langsam kommt die Sonne hinter den Wolken vor und waermt mich. Ach ist das Leben schoen!

Da ich mein grosses Strandtuch im Rucksack habe (es ist die perfekte Decke im kalten Bus) lege ich mich an den Strand und schlaf noch eine kleine Runde. Es ist herrlich hier. Immer mehr Leute kommen zum schwimmen oder joggen am Strand, oder schauen einfach nur aufs Wasser. So laesst sichs leben. Das bewundere ich an den Australiern so, sie haben den Strand und das Meer komplett in ihr Leben eingebaut. Und das, obwohl es Gott ihnen nicht gerade leicht gemacht hat, diese Traumstraende auch zu nutzen. Ich sag nur Haie, giftige Quallen und so weiter. Ich habe es ueberall an der Kueste erlebt, das die Leute sogar in ihrer Mittagspause kurz ans Meer fahren, eine Runde schwimmen und dann weiter machen. Total schoen.

Um Viertel vor 10 mache ich mich auf den Weg zum Abholpunkt.