damit Du auch im fernen Vietnam etwas "echte" Weihnachtsstimmung hast, bekommst Du von mir einen schönen Weihnachtsbaum und den Kamin noch dazu. ;-)
Liebe Grüße Fidi
Sauerkraut hilft in der Not
Weihnachten naht, das Fest der Feste –
Das Fest der Kinder – Fest der Gäste –
Da geht es vorher hektisch zu ........
Ein Hetzen, Kaufen, Proben, Messen –
Hat man auch Niemanden vergessen ...?
So ging's mir – keine Ahnung habend –
vor ein paar Jahren – Heiligabend –
der zudem noch ein Sonntag war.
Ich saß grad bei der Kinderschar,
da sprach mein Mann: "Tu dich nicht drücken,
Du hast heut' noch den Baum zu schmücken!"
Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
hab kurz darauf ich schon geschwitzt:
Den Baum gestutzt – gebohrt – gesägt –
und in den Ständer eingelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
Krippenfiguren mit Laterne.
Zum Schluss --- ja Himmeldonnerwetta ---!
Nirgends fand ich das Lametta !
Es wurde meinem Mann ganz heiß
und stotternd sprach er: "Ja, ich Weiß;
Im letzten Jahr war's arg verschlissen –
Drum ham wir's damals weggeschmissen.
Und – in dem Trubel dieser Tage,
bei meiner Arbeit, Müh' und Plage,
vergaß ich, Neues zu besorgen!
Ich werd' was von den Nachbarn borgen!"
Die Nachbarn – links, rechts, drunter, drüber –
Die hatten kein Lametta über!
Da schauten wir uns an verdrossen,
die Läden sind ja auch geschlossen...
So sprach ich denn zu meinen Knaben:
"Hört zu! Wir werden heuer haben
einen Baum – altdeutscher Stil,
Weil ... mir Lametta nicht gefiel...!"
Da gab es Heulen, Schluchzen, Tränen---
Und ich gab nach den Schmerzfontänen.
"Hör endlich auf mit dem Gezeta –
Ihr kriegt ´nen Baum – mit viel Lametta!"
Zwar konnt' ich da noch nicht begreifen,
woher ich nehm' die Silberstreifen...,
doch gerade, als ich sucht' mein Messa –
da les' ich: HENGSTENBERG MILDESSA" ---
Es war die Sauerkrautkonserve....!
Ich kombinier' mit Messers Schärfe;
Hier liegt die Lösung eingebettet---,
das Weihnachtsfest, es ist gerettet!
Schnell wurd' der Deckel aufgedreht,
das Kraut gepresst, so gut es geht –
Zum Trocknen – einzeln – aufgehängt –
und dann geföhnt, -- doch nicht versengt!
Die trocknen Streifen sehr geblichen
mit Silberbronze angestrichen –
Auf beiden Seiten Silberkleid!
Oh freue Dich, Du Christenheit!
Der Christbaum ward einmalig schön,
wie selten man ihn hat gesehn!
Zwar roch's süßsauer zur Bescherung;
Geruchlos gab's ne Überquerung,
weil mit Benzin ich wusch die Hände,
mit Nitro reinigte die Wände;
Dazu noch Räucherkerz und Myrte –
der Duft die Menge leicht verwirrte!
Und jedermann sprach still, verwundert:
"Hier richt's nach technischem Jahrhundert!"
Ne Woche drauf! ... Ich saß gemütlich
im Sessel, las die Zeitung friedlich,
den Bauch voll Feiertage-Rester –
s' war wieder Sonntag – und Sylvester.
Da sprach mein Mann: "Du weißt Bescheid?
Es kommen heut' zur Abendzeit
Schulzes, Lehmanns und Herr Meier
zu unserer Sylvesterfeier ...
Wir werden leben wie die Fürsten –
s' gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten!
Ein Schrei ertönt! - Entsetzt er schaut:
"Am Christbaum hängt mein Sauerkraut...!
Ich hab vergessen, Neues zu besorgen!
Ich werd was von den Nachbarn borgen!
Die Nachbarn – links, rechts, drunter, drüber –
die hatten – leider – keines über!
Da schauten wir uns an verdrossen,
die Läden sind ja auch geschlossen...
Und so ward wieder ich der Retta;
Nahm ab vom Baume das Lametta!
Mit Terpentinöl und Bedacht
hab ich das Silber abgemacht.
Das Kraut dann gründlich durchgewässert,
mit reichlich Essig noch verbessert;
Dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz!
Dann, als das Ganze sich erhitzte –
das Kraut, das funkelte und blitzte –
da konnt’ ich nur nach oben fleh’n,
lass diesen Kelch vorübergeh’n...!
Als später dann das Kraut serviert
ist auch noch folgendes passiert:
Da eine Dame musste niesen
sah man aus ihrem Näschen sprießen
tausend kleine Silbersterne...
"Mach's noch einmal; Ich seh’ das gerne"...
So rief man ringsum, hocherfreut –
Die Dame wusste nicht Bescheid!
Franziskas Lehmann sprach zum Franz:
"Dein Goldzahn hat heut Silberglanz!"
Und einer, der da musste mal,
der rief: "Ich hab'nen Silberstrahl...!"
So gab's nach dieser Krautmethode
noch manche nette Episode!
Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir:
"Es hat mir gut gefallen hier,
doch wär’ die Wohnung noch viel netta,
hättest Du am Weihnachtsbaum Lametta!
Ich konnte da gequält nur lächeln
und mir noch frische Luft zufächeln.
Ich sprach – und klopfte ihm aufs Jäckchen:
"Im nächsten Jahr, da kauf ich hundert Päckchen!!!
Also frohes Fest
Eure Lexi
Uganda ist aehnlich wie Kenya, nur noch gruener. Die Huetten und der Schmutz sind gleich und die Menschen sind auch sehr aehnlich. Kein vergleich mit dem suedlichen Afrika. Aber freundlich sind sie und winken gern am Strassenrand.
Kampala ist ein riesiges Dreckloch, aehnlich wie Nairobi, in dem man absolut nichts unternehmen kann. Erstens zu gefaehrlich und 2. sind die alten Koenigsgraeber, Weltkulturerbe, im Maerz abgebrannt und es wird sicher Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern sie wieder aufzubauen. Und das wars dann mit unserer Besichtigungstour.
Wir sind mit einem oeffentlichen Minibustaxi in die Stadt gefahren. Eine echtes Erlebnis, muss man aber nicht oefter haben. Es gibt 13 Plaetze und es fahren immer mind. 18 Leute mit. Es stinkt, ist eng und schutzig, aber billig. Ausserdem faehrt der Bus staendig ueber den Fussweg, soweit vorhanden, weil die Strassen so sehr mit riesigen Schlagloechern uebersaeht sind, das man dort eigentlich garnicht fahren kann.... Immerhin habe ich nun fuer 1,5 Std. Internet. Das ist schon mal was, auch wenn ich Stunden brauchen wurde um mal wieder alles auf Vordermann zu bringen.
Ausserdem moechte ich mal wieder allen ganz dolle danken, die so lieb meine Speicherkarten mitgenommen haben und nach Harzburg geschickt haben! DANKE, DANKE, DANKE! Das hilft mir wirklich unglaublich weiter und alle koennen die Bilder hier bewundern.
Das wars erstmal fuer heute. Ganz liebe Gruesse aus Uganda. Morgen geht es weiter Richtung Lake Buyonyi und dann zu dem Gorillas. Ich hoffe ich kann bald wieder berichten. Denn darauf freue ich mich unglaublich. Und raften gehe ich die Tage auch noch. Im Ursprung des Nils.... es bleibt also spannend.
Ganz liebe Gruesse in die kalte Zivilisation, und wenns Euch troestet, hier regnet es unglaublich viel!
Stay tuned
Lexi
Vor 5 Tagen bin ich also in Kenya, Nairobi, angekommen. Die Grenze war wieder nicht mehr so schoen, aber es ging recht unproblematisch. Vorab kann ich (leider) schon sagen, dass mein 16 Jahre alter Eindruck von Kenya sich wieder bestaetigt hat. Es ist unglaublich schmutzig hier und die Mentalitaet der Leute ist auch nicht unbedingt geeignet um mit diesem Land jemals wirklich voran zu kommen. Ich dachte damlas es ist nur der Schock und die Exotik meiner 2. Fernreise ueberhaupt. Die Strassen sind noch schlechter, obwohl asphaltiert, es stinkt und die Menschen sitzen in primitiven Doerfern, oder, was ich sogar noch viel schlimmer finde, in vergammelten und verwahrlosten richtigen Haeuser, neben ihrem eigenen Abfall und Schutz. Und schauen einfach nur..... wie ueber all in Afrika, aber dazu spaeter mehr. Nairobi selbst ist ein grosses Moloch, es hat geregnet wie verrueckt und es ist nicht angeraten als Frau alleine raus zu gehen. Und natuerlich schon garnicht nach Einbruch der Dunkelheit. Das hat mich natuerlich nicht davon abgehalten zusammen mit Pilar ein paar Einkaeufe zu machen und ein bisschen rum zu gucken. Aber ganz ehrlich, man verpasst nichts...
Kommen wir zum erfreulichen Teil, der Natur. Die Nationalparks sind wunder schoen und die Tiere traumhaft. Wir haben in der Masai Mara 2 Pirschfahrten gemacht, eine morgens und eine Abends. Es ist gerade Regenzeit und somit alles sehr gruen. Ganz anders als in den Parks bisher. Die Tiere koennen sich etwas besser verstecken, aber es ist wunderschoen. Wir haben in der Masai Mara viele Katzen gesehen. Grosse Loewenrudel ( mehr als 16 Stueck mit Jungen), Geparden, sogar beim fressen, riesige Zebra- und Gnuherden, Antilopen jeder Art und Geier, auch beim fressen, Adler und natuerlich auch Elefanten, Bueffel und Giraffen. Ich kann mich ja niemals satt sehen an den Tieren. Es ist so schoen und mit meinem tollen Fernglas kann ich alles ganz genau beobachten. Leider hat meine Leih-Kamera mal wieder in den entscheidenden Momenten gestreikt und ich hoffe das ich 1. bald eine sehr gute Neue finde in Asien und 2. die Bilder von den anderen Mitreisenden bekommen kann.
By the way, auf dieser Tour sind wir nur zu 3. Ein sehr nettes Paar aus Luxemburg, Tanja und Tom sind noch dabei. Das macht natuerlich vieles leichter und ist auch sehr lustig. Nur bei den Ausfluegen haben wir manchmal ein Problem weil die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird.
Zurueck zur Safari, nach der Masai Mara ging es an den Lake Naivasha. Leider hat es deb ganzen Tag geregnet und die Strassen dorthin waren so unglaublich schlecht das wir fuer 150 KM Stunden unterwegs waren. Nachmittags sind wir ins Elsamere Conservation Center gefahren. Das ist das ehemalige Haus der Schriftstellerin Joy Adamson und ihres Mannes. Sie hat die Buecher ueber Elsa die Loewin geschrieben (z.B. Born free) und hier hat Elsa auch gelebt. Leider nur 5 Jahre.... Es gibt hier zuerst eine Dokumentation ueber die Adamsons zu sehen, dann ein kleines Museum und zum Schluss Teatime. Und die lohnt sich wirklich. Man sitzt im Anbau, mit Blick auf den See und hat eine unglaubliche Auswahl an selbstgebackenen Keksen und Kuchen und suessen Auflaeufen. Dazu heisser Kakao (mit echter Milch), Kaffee oder Tee. Und das alles fuer 5 $. Da kann man nicht meckern. Und der verregnate Nachmittag war auch gerettet. Denn nur im Zelt sitzen und warten ist ja auch kein Highlight.
Unsere Bootstour auf dem Lake haben wir dann am naechsten Morgen nachgeholt. Bleibt vielleicht noch zu erwaehnen das wir eine Bar im Camp hatten die sehr guten Rotwein ausgeschenkt hat. Das gab es auch schon lange nicht mehr und wir haben uns 2 Glaeschen vor dem Schlafengehen gegoennt.
Die Bootsfahr auf dem See war wunderschoen und am naechsten Morgen schien dann auch die Sonne. Wir haben die Fischer, Hippos, Bueffel und Giraffen am Ufer und viele Voegel wie Adler und Kormorane gesehen. Ausserdem gibt es unglaublich schoene Wasserlilien und Seerosen in lila.
Nach der Bootsfahrt ging es Richtung Lake Nakuru. Dieser nationalpark ist beruehmt fuer seine rosa Flamingos und die Nashoerner. Auf der Pirschafhrt haben wir dann auch reichlich davon gesehen. 10 White Rhinos und sogar 2 von den sehr scheuen und seltenen Blacks. Ausserdem wieder jede Menge Bueffel, ich glaube noch nie sooooo viele wie hier, Antilopen, Giraffen und so weiter. Allerdings keine Raubkatzen, aber das ist ja nicht schlimm. Jeder Park hat seine eigene Spaezialitaet. Hier hat die Kamera komplett gestreikt und ich konnte leider kein einziges Bild machen. Aber ich werde diese wunderbaren Eindruecke nie vergessen. Und kalt ist es hier, das werde ich auch nie vergessen ;-) schliesslich laufe ich vor der deutschen Kaelte davon.... und das eigentlich recht erfolgreich.
Das ist mein Bericht aus Kenya, denn nun geht es weiter Richtung Uganda zu den Gorillas! Ich freu mich riesig.
Bis bald
Lexi
In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume.
Twenty years from now you will be more dissapointed by the things you didn't do, than by the things you did. So throw off the bowlines, sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream.
Mark Twain, (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker
Für ein gutes Abenteuer ist man niemals zu alt. Nur zu langweilig.
Lisz Hirn, (*1984), österreichische Philosophin und Künstlerin
Alles, was man im Leben braucht, sind Ignoranz und Selbstvertrauen.
Mark Twain
Trenne dich nie von deinen Träumen und Illusionen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du zwar weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben!
Mark Twain