Herzlich Willkommen auf meinem Weltreise Blog!

Hallo zusammen,



schön dass ihr mich hier online auch nach meiner Weltreise weiter begleitet. Ich habe beschlossen hier weiterhin von meinen vielen spannenden Stationen mit Text und Bildern berichten. Denn ich werde wohl nie aufhoeren zu reisen. Nur ist es jetzt nicht mehr so lange am Stueck, nichts desto trotz bleibt es spannend ;-)
Da immer nur die neuesten Bilder direkt auf dem Blog angezeigt werden koennen, es sind inzwischen einfach zu viele, gibt es die aelteren Bilder direkt bei Picasa. Dazu einfach auf eine der Diashows hier klicken und dann bei Picasa, wohin man automatisch weitergeleitet wird, auf Lexis Fotoalben gehen. Dann hat man meine gesammelten Werke zur Auswahl!



Und ich würde mich freuen wenn ihr mir eure Kommentare dazu postet. Die bleiben dann naemlich hier fuer meine spaeteren Erinnerungen stehen. Ich freu mich auch sehr ueber die Emails, aber die sind ja leider nicht fuer die Ewigkeit! ;-)

Meine aktuelle Handynummer unter der ich gerade zu erreichen bin, ist erstmal wieder die deutsche!!!!: +49 179 9117966. Natuerlich auch per SMS ;-). Wenn ich eine andere Prepaidkarte kaufe lasse ich Euch das sofort hier wissen! Ausserdem wie immer zu erreichen unter T-Lex@gmx.net. Freu mich auch immer ueber Emails ;0).


Liebe Grüße Lexi!



PS: For my english speaking friends: Finally a little Translator is there! I hope it's good and tells not only shit ;-)!




vor der Reise

Bild neu

Bild neu
nach 13 Monaten

Freitag, 25. Februar 2011

Ich hasse Fliegen und Monkey Mia ohne Delfine

Kann sich irgendjemand vorstellen wie es ist wenn man bei 40 Grad verschwitzt draussen steht und ca. 20 Fliegen schwirren um einen rum und krabbeln auf einem? Ja? OK, dann stellt euch das ganze jetzt mit 200 Fliegen vor. Pro Person. Man kann nicht atmen ohne eine Fliege einzuatmen. Sie krabbeln in die Ohren, in die Nase in den Mund und in die Augen. Ohne Ruecksicht auf ihr eigenes Leben.... Es ist schrecklich und erinnert mich ganz doll an die Bilder von den afrikanischen Kindern, denen auch immer die Fliegen ueberall rumkrabbeln. Allerdings haben wir noch nicht aufgegeben und lassen sie sitzen, sondern versuchen tapfer sie zu verscheuchen. Aber diese Wedelei macht einen auch irre. ICH HASSE FLIEGEN!!! Sie stuerzen sich auf jeden Tropfen Fluessigkeit den unser Koerper so hergibt. Echt eklig.

Heute habe ich mein Fliegennetz rausgeholt, ich hatte es noch vom letzten Besuch an der Westkueste. Es ist mir inzwischen voellig egal ob ich damit aussehe wie ein Idiot. Ich halte es nicht nicht mehr aus. Diese Dinger haben es geschafft. Beim kleinsten Summen zuckt man zusammen und beim leichtesten Kribbeln auf der Haut wird man hysterisch. Die Nerven liegen blank. Auch Dani hat sich in Denham ein Netz gekauft, denn in Monkey Mia waren sie ausverkauft. Sogar die Arbeiter an der Strasse tragen diese verdammten Netze.

Wie koennen die Leute hier nur so leben? Ich liebe Australien und ich bin gern draussen in der Natur, aber diese unglaubliche Hitze, wir trinken mal wieder literweise Wasser (und es ist leider immer "erfrischend" warm, es kuehl zu halten ist unmoeglich...) und die ganzen Krabbeltiere ueberall sind schon ziemlich nah an der Hoelle.

Abends draussen vor dem Camper: wir schauen in den unglaublichen Sternenhimmel. So einen sieht man bei uns nie. Ich wusste vorher garnicht das Orion in mitten sooooo vieler kleiner Sterne liegt, dass man ihn kaum findet in dem Gewusel. Gerade haben wir uns mit viiiiel Chemie der Stechmuecken-Attaken erwehrt und uns gefreut das die Fliegen endlich weg sind, da kommen hunderte von Nachtfaltern. Die tun zwar nichts, aber laestig sind sie auch, vor allem im Wein und im Essen. Und im Gegensatz zu den Fliegen hinterlassen sie mit dem "Fluegelstaub" auch noch so fiese braune Spuren im Essen. Mir ist der Appetit vergangen. Hier im Westen koennte ich definitiv nicht leben.

Aber wir werden weiter allen Gefahren und Unannehmlichkeiten trotzen und unseren Weg weiter nach Norden machen. Auch wenn uns das bisher noch keiner wirklich zutraut, angesichts der Zyklone und Flutkatastrophen die uns hier, ganz nebenbei, auch noch heimsuchen. Doch wir sind Optimisten und Adventuregirls, was soll also schief gehen? In Monkey Mia waren auf Grund des Zyklons nicht mal die beruehmten Delfine zu sehen. Und genau wegen denen sind wir da ueberhaupt dort hingefahren. Ein Tourguide hat uns erzaehlt das er in 7 Jahren das erste Mal erlebt das sie nicht da sind. Na super :-(

Deshalb zurueck auf die Strasse und ab nach Norden. Mal schauen was man da noch so machen kann. Viel ist ja wirklich gerade gesperrt, nicht erreichbar oder einfach weggespuehlt. Bis zur aktuell naechsten ueberfluteten Strasse haben wir noch gut 800 KM, das sollte also weg sein bis wir kommen ;-) Zum Glueck bekommt man in den Roadhouses immer aktuelle Strassenlagen-Informationen. Und wir muessen ja erst am 14. Maerz den Camper in Darwin abgeben....

Also munter bleiben

eure Lexi

Montag, 21. Februar 2011

Ein Tag im Leben eines Hippiegirls

6.00 Uhr: es klopft an der Scheibe, wir wachen auf. Shit, der Sheriff, den campen ist hier fast ueberall verboten. Wir stellen uns tot und hoffen das er wieder verschwindet. Ein Hoch auf unsere Vorhaenge!

6.30 Uhr: ich werde wieder wach weil ich aufs Klo muss, das Bier von gestern Abend fordert seinen Tribut. Hoffentlich ist der Sheriff inzwischen weg. Schuhe an und schnell hintern Busch, dann wieder ins Bett.

7.30 Uhr: ich werde wieder wach, weil es so langsam unertraeglich warm wird in unserem Camper. Dani ist auch wach und uns rinnt schon der Schweiss in Sturzbaechen am Koerper entlang. Kein Wunder wir stehen in der prallen Sonne. Also schnell nach vorn und umparken. Einen schoenen Schattenplatz suchen und wieder hinlegen.

8.30 Uhr: wir sind ausgeschlafen und kriegen Hunger. Aber Ordnung muss sein, erstmal an den Strand zum waschen und duschen. Zum Glueck gibts hier fast ueberall oeffentliche Strandduschen. Zwar kalt aber immerhin.

9 Uhr: Gaskocher raus, Kaffee! Naja, fuer mich immer noch Tee oder Kakao. Dann stellen wir fest das wir kein Brot mehr haben und in der Kuehlbox, die nur mit Eiswurfeln funktioniert, die Milch schlecht geworden ist. Also zum Supermarkt.

10 Uhr: endlich Fruehstueck! Muesli mit Joghurt und Obst fuer Dani, Sausageroll und O-Saft fuer mich. Dazu Kaese, Naktarinen und Labberbrot mit Wurst. Richtiges Brot kennen die hier nicht.

11 Uhr: wir wollen weiter fahren, aber der Ranger teilt uns mit, dass die strasse seit dem Unwetter gestern ueberflutet ist und wir entweder einen 400 KM Umweg fahren oder noch warten. Gegen Mittag soll es wieder gehen.

11.15 Uhr: keine andere Chance, Abwasch und Wasservorraete auffuellen und dann einfach nochmal hingelegt.

12 Uhr: auch im Schatten wird es unertraeglich heiss. Ich versuche zu lesen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir schon 2 Liter Wasser pro Person getrunken.

12.30 Uhr: ich muss wieder aufs Klo. Also zum naechsten Strandhaeuschen marschiert. Als ich ankomme bin ich gar. Durst!

13 Uhr: Ich sortiere meine Bilder und gehe anschliessend Waesche waschen. Ein weiterer Liter Wasser findet den Weg in meine Kehle.

13.30 Uhr auf dem rasen, den ich barfuss betreten habe fuehlt sich eine australische Killerameise gestoert und greift an. Ehe ich mich versehe habe ich das Gefuehl mein Zeh wird von gluehenden Messern abgeschnitten. Das bloede ist nur, der Schmerz hoert garnicht wieder auf. Ich kann nicht mehr stehen und falle um. Sitze auf dem rasen uns wimmere. Ich weiss nicht mal welches Tier mich gerade so fies gebissen hat und gehe davon aus in den naechsten Minuten elendig zu sterben. Dani entdeckt die 10 cm grossen Ameisen, die auf den Hinterbeinen stehen, in Angriffsposition, mit fiesen langen Zangen vorn. Sie wuchtet mich hoch und ich humple zum Camper. Der Schmerz ist noch immer unertraeglich. Zum Vergleich, ein Wespenstich ist wie "kitzeln" dagegen.

14 Uhr: ich lebe noch! Hurra! der Ranger kommt angefahren um uns mitzuteilen, dass die Strasse nach Norden wieder freigegeben ist. Mein Zeh ist angeschwollen und knallrot, der Schmerz faengt ganz langsam an nachzulassen.

14.15 Uhr: wir halten noch beim Supermarkt und kaufen neues Eis fuer die Kuehlbox, dann gehts zur tanke. man weiss hier nie wann mal wieder eine kommt.

14.30 Uhr: das Auto, der Benzinkanister und ich sind voll Benzin. Wer kann schon ahnen das der Kanister 'spuckt" wenn man ihn hochnimmt....grrrr..... Also abwaschen und umziehen an der Tanke. Hurra!

14.45 Uhr: es geht los. Wir entern den Highway No 1 und machen uns auf den Weg nach Norden.

15.00 Uhr: Vollbremsung!!! Eine dieser Riesn-Killerameisen krabbelt an meinem Kleid hoch. Die hab ich wohl im Gras aufgesammelt. Auf jedenFall muss sie sofort RAUS!!! Noch so einen Biss uebersteh ich nicht.

17 Uhr: endlose Stunden geradeaus in sengender Hitze. Fenster zu ist unertraeglich, Fenster auf bedeutet das einem der Arm verbrennt, aber es ist etwas kuehler.

17.30 Uhr: ein erster Ort. Leider so klein das man nichts interessantes finden kann. Kein Internet, kein Supermarkt, nichts. Aber davon viel.

18 Uhr: endlich ein groesserer Ort. Internetcafe. Die Freude ist gross. Aber es hat leider schon zu, da die Australier ihr Privbatleben, was auch noch meisstens draussen stattfindet sehr zu schaetzen wissen udn daher frueh Feierabend machen, wie uns ein netter Herr erklaert.

18.15 Uhr: wir begeben uns auf die Suche nach einem gratis Schlafplatz. Leider ist campen hier fast ueberall verboten, dabei haben sie die coolsten Parkplaetze direkt am Strand, mit Toiletten und Duschen.... aber die Straffe ist recht hoch. Also weiter suchen. Der Supermarktparkplatz, der des Tennisclubs und der Kirche werden gecheckt. Der kleine Parkplatz am Park gewinnt schliesslich.

19 Uhr: Essen kochen und gemuetlich, dem Angriff fer Muecken trotzend, ein Becherchen Wein vor dem Camper trinken.

20.30 Uhr: wir haben gegessen und abgewaschen. Es gab Nudeln mit Tomatensosse, alles in einem Topf gekocht. Wir haben naemlich nur einen. Aber das ist nicht weiter schlimm, wir haben ja auch nur eine Flamme an unserem Gaskocher.

21 Uhr: wir trinken noch ein Glaeschen mit anderen 'Hippies" die auch hier Essen kochen und erhalten die Warnung hier morgen auf jeden Fall vor 5 Uhr zu verschwinden, denn dann kommt der ranger rum und kassiert Strafen von den "Wildcampern". Na super. Und sowas nennt sich dann Urlaub.... Aber der Ranger kommt gleich schon und fragt streng ob hier irgend jemand Alkohol trinkt, das sei schliesslich hier public und da ist das verboten. Wir alle verneinen. In mir kommen ganz ungute Erinnerungen hoch... Zum Glueck haben wir alle Plastiktassen. Mit Kaffee selbstverstaendlich...

23 Uhr: der Wein ist alle und alles wichtige ist diskutiert. man weiss wo die anderen herkommen und wohin sie unterwegs sind. Morgen ist ein neuer Tag und es geht fuer alle wieder"on the road", also schlafen. Leider haben wir vergessen rechtzeitig im nahe gelegenen Einkaufszentrum nochmal aufs Klo zu gehen und uns zu waschen. Also muss unser kleiner Wasserkanister herhalten und eine Katzenwaesche ausreichen.

23.30 Uhr: wir liegen im Camper, auf unserer brettharten Unterlage und koennen nicht schlafen, weil irgendwo ein paar Schwachkoepfe laut Musik hoeren und dazu streiten.

24 Uhr: es ist unertraeglich heiss, weil wir wegen des Laerms die Schiebetuer und das einzige Fenster geschlossen haben. Wir garen langsam im eigenen Saft.

1 Uhr: wir machen die Schiebetuer wieder auf. Ruhe. Trotzdem bleibt das Gefuehl das dort draussen irgendwelche krassen Typen rumschleichen. Ich kann nicht schlafen wenn ich daran denke. Ich nehme mein kopfkissen und lege mich mit dem Kopf an die Oeffnung der tuer. So kann ich rausschauen.

2 Uhr: ich kann immer noch nicht schlafen, weil ich jedes Mal, wenn ich die Augen schliesse, einen Typen kommen sehe der an mein Bein fasst

3 Uhr: Mir reichts und ich mache die Schiebetuer zu. Dann lieber schwitzen.

3.30 Uhr: ich schlafe endlich ein, schweissgebadet aber ruhig. Gute Nacht im Campervan! Und morgen geht der ganze Zirkus wieder von vorne los.

Freitag, 18. Februar 2011

OZ: mit dem Campervan die Westkueste rauf

Zu meinem neuen Leben als "Hippie" gibt es viel zu erzaehlen, wie wir den Camper abgeholt haben und uns den "Lesben-Rabatt", ja sowas gibts hier und 10% sind 160$ ;-) erschlichen haben, uns jede Nacht einen gratis Schlafplatz suchen und am Strand duschen, usw, aber Internetversorgung an der Westkueste ausserhalb von Perth laesst sehr zu wuenschen uebrig. Daher nicht wundern wenn man eine zeitlang nichts von mir hoert. Ich bemueh mich immer, aber Strom um die Sachen naufzuladen ist auch Mangelware. Back to the roots! Und ganz viel wilde Natur. Es ist herrlich. Wir sind gerade in Margret River und fahren jetzt mit unserem coolen, klapprigen Bus den Hwy Nr. 1 hoch bis Darwin.

Melde mich bald wieder. Spaetestens in Darwin am 14.Maerz ;-)

CU Lexi

Australien: on the way

Nun sind wir schon eine Woche unterwegs. Haben erst einmal fuer die Uebernachtung bezahlen muessen, schon ueber 1.000 KM zurueck gelegt, in Margret River Wein, Schokolade, Kaese und "deutsches" Bier probiert, einen grossen Kater eingefangen, am Strand geschlafen, Delfine gesehen, ueberflutete Strassen ueberquert, die persoenliche Weiterfahrinfo vom Sheriff gekriegt und Fruehstueck "ans Bett" bekommen. Wir schwitzen uns die Seele aus dem Leib und wundern uns immer wieder ueber die australischen Preise, aber unsere Versuche guenstig zu leben sind recht erfolgreich im Moment, wenn man von der Campermiete und dem Sprit einmal absieht.



Das alles ist wirklich das ganz grosse Abenteuer von dem der Marlboro Cowboy nur traeumen kann. Wir setzen unseren spannenden Weg in den von Fluten und Zyklon beherrschten Norden fort... Wir kommen an! Die Frage ist nur wann ;-)
Ich werde weiter berichten, denn es bleibt spannend.

CU soon
eure Lexi

Dienstag, 15. Februar 2011

!!!!!!Breaking News!!!!!Ein Wunsch geht in Erfuellung....

Vor 3 Tagen habe ich mir einen grossen Wunsch erfuellt und mir bei Holdfast Tattoo in Perth ein neues, wunderschoenes Tattoo stechen lassen. Und ich muss sagen ich liebe es schon jetzt, auch wenn es noch ein bisschen braucht bis es abgeheilt und somit ganz "fertig" ist. Bilder von der "schmerzhaften Angelegenheit" gibts natuerlich auch ;-) Hoffe das ich sie bald hochladen kann.

Ich bin sehr gluecklich damit und bitte daher hoeflichst von Kommentaren abzusehen wie: "Maedchen, hast Du Dir das auch gut ueberlegt?" oder "Das geht doch nie wieder weg..." :0) Dazu kann ich nur sagen: JAAAAAA!!!!!! Hab ich und weiss ich ;-) Mir bedeutet es sehr viel und wird mich immer an diese Reise, Perth und daran erinnern MEINEN eigenen Weg zu gehen, denn das ist der einzige Weg um wirklich gluecklich zu sein. Und das bin ich!

Also, munter bleiben, schauen und staunen ;)

Lexi

Samstag, 12. Februar 2011

Aussie-Land die Zweite!

Ein Wort das die Australier oefter benutzen als "fuck" scheint es im Moment nicht zu geben. Komisches Volk. Oh, ich hoere gerade "Shit" steht auch ganz oben auf der Hitliste....
Ausserdem haben die hier eindeutig einen Ueberschuss an weissen, verwahrlosten, besoffenen Maenner um die 50. Echt eklig, die lungern ueberall auf der Strasse, in Bussen und sogar hier neben mir im Internetcafe rum. Man fuehlt sich sehr an unser Obdachlosenheim in BS erinnert.

Aber Perth hat auch schoene Seiten. Das Wetter ist der Knaller, heiss, heiss, heiss. Gestern hatten wir Glueck, da war es bewoelkt. Perfekt fuer einen Strandtag. Die Straende in Fremantle sind echt schoen und sehr nah. Wir haben uns dann 2 entspannte Std. mit einem Buch gegoennt. Herrlich! Aber man muss wirklich im Schatten bleiben. Am ersten Tag sind wir ein bisschen im Ort spazieren gegangen und haben uns den Pelz, trotz Sonnencreme Faktor 30, verbrannt. Zum Glueck nicht doll. Aber das geht hier unglaublich schnell, Ozonloch sei dank! Aber dafuer gibt es hier auch den blauesten Himmel ueberhaupt. Und den liebe ich so sehr. Bald haben ich wieder genuegend Gelegenheit die australische Natur zu geniessen, wir haben unsere Tour geplant. Am Montag holen wir unseren Campervan ab und machen uns auf den Weg die ganze Westkueste entlang nach Darwin. Dafuer haben wir uns 4 Wochen Zeit genommen. Kuriositaet am Rande, fuer "gays" gibt es 10% extra Rabatt bei Wicked (der Mietwagenfirma). Fuer 200$ lassen wir das glatt mal auf einen Versuch ankommen ;-). Ich werde berichten.

Munter bleiben

eure Lexi

Dienstag, 8. Februar 2011

Australien: angekommen im Kangaroo-Land

So, nach fast 28 Std. Reise bin ich nun endlich in Australien angekommen, habe die Einreise und die Quarantainekontrolle uebelebt. Mein letztes Springbock-BIlltong leider nicht. :-(

Bisher bin ich eigentlich nur geschockt ueber die Preise. Der Aussie-Dollar ist ca. gleich zu setzen mit dem US $. Kann sich jemand vorstellen fuer eine Cola im Supermarkt 3.49 $ zu bezahlen? Fuer ein Dose meine ich.... Krass oder? Vor 8 und 5 Jahren war das alles guenstiger hier. Von dem was eine Uebernachtung kostet, im Mehrbettzimmer, konnte ich in Asien eine Woche leben. Gut, vielleicht gibts hier keine Ratten. Trotzdem heftig. Ich habe nach mehr als 5 Monaten Dani wieder getroffen, wir waren zusammen im Nahen Osten. Das wiedersehen war wunderschoen, ich habe im Hostel auf einem Sofa vor dem Fernseher geschlafen weil unser Zimmer noch nicht fertig war, und ploetzlich war sie da. Wir haben erstmal den ganzen Tag bei einem ital. Picknick und einer Flasche Rotwein gequatscht und sicher geht es auch den ganzen Abend so weiter. Wir haben beide viel erlebt die letzten Monate... Ich freu mich schon sehr auf die gemeinsame Zeit, morgen beginnen wir mal zu planen wie wir, halbwegs bezahlbar, die Westkueste unsicher machen koennen. Schliesslich wollte ich hier 2 Monate verbringen, aber mal schauen wie das so klappt.

Jetst gehts erstmal duschen. Ich wurde ausgelacht, als ich nach warmem Wasser gefragt habe. Willkommen in der Zivilisation! Und dann koche ich Kartoffelsuppe. Die habe ich echt vermisst, aber die Backpacker hier haben alle ne Kueche, wie in Sued Afrika. Endlich keine asiatischen Nudeln mehr ;o)

Mehr gibts dann die Tage.

Munter beleiben

Lexi

Montag, 7. Februar 2011

Malaysia: 13 Std. Kuala Lumpur, mein Tor zur Zivilisation

Zaehlen 13 Std und 130 KM in einem Land eigentlich auch? Falls ja, ist es das 18. Land meiner Reise, auch wenn es nur ein ganz kurzer Besuch ist. Aber ich mache die Regeln ja selbst. Und ein Stempel im Pass ist ein Stempel im Pass ;-)

Es ist unbegreiflich, heute morgen um 5 habe ich mich noch in Phnom Penh von den Monstermuecken zerstechenlassen und jetzt sitze ich direkt unter den Twin Towers in KL bei Starbucks und kriege leider kein Netz. Hier ist es jetzt 15 Uhr und ich habe gerade die groesste Schuessel Laksa gegessen, die ich jeh gesehen habe. Aber Malaysia ohne Laksa geht fuer mich garnicht. Lecker wars und hoellisch scharf. Ich habe das Gefuehl, dass ich keine Haut mehr auf den Lippen habe und auf der Zunge sowieso nicht.

Um 6 Uhr hat mich heute morgen mein Tuk Tuk abgeholt und ich bin zum Flughafen gefahren. Es war schoen noch einmal durch PP zu fahren und der Stadt beim aufwachen zuzusehen. Ein schoener Abschied und vor allem der Abschied vom „richtigen“ Asien. Ein letztes Mal die Leute auf ihren draussen stehenden Bambuspodesten aufwachen sehen, die qualmenden Muellfeuer am Strassenrand, die vielen Mopeds, die schlechten Strassen, die schmuddeligen kleinen Supermaerkte, Menschen mit der neuesten Pyjama-Mode auf der Strasse und sogar die reudigen Strassenkoeter habe ich heute morgen vorlaeufig das letzte Mal gesehen. Das einzig Gute ist, das es ab jetzt wieder normale Klos gibt und Menschen die mit Toilettenpapier umgehen koennen .

Jetzt habe ich so schoen vorgeschrieben als das Internet nicht funktioniert hat, aber was nuetzt es einem wenn das Internet am Flughafen auch nicht geht.... aber ich versuche es weiter ;-) Sonst muss Fidi wieder ran... Scheint wohl gerade ein Flieger weg zu sein, ploetzlich ist das Internet so schnell und es ist so leer hier...


Hier in Malaysia ist das alles anders. Westlicher. Als ich im Bus vom Flughafen in die Stadt sass, kamen viele Erinnerungen daran hoch,wie wir vor einigen Jahren Malaysia mit dem Mietwagen unsicher gemacht haben. Das war eine spannende Reise die uns einmal quer durchs malayische Festland fuehrte. Damals war ich ein bisschen entaeuscht, weil Malaysia eben nicht so „exotisch“ ist wie Bangkok, in das ich mich schon bei meinem allerersten Besuch verliebt habe. Kein wirklicher Mix aus Asien und dem Westen, eher mit Kopftuechern verhuellte Asiaten in einer westlich modernen Grossstadt. Die Leute hier sehen nur ein bisschen anders aus als wir, aber sie benehmen sich genauso. Es gibt riesige Shoppingmalls, Supermaerkte in denen man alles kaufen kann (auch meinen geliebten 7 eleven ;-)), mehrspurige Autobahnen, keine Tuk Tuks mehr, die Werbetafeln am Strassenrand sind nicht mehr handgemalt, die Menschen deutlich uebergewichtiger.


Denkste Puppe...schon geht wieder nichts mehr. Das artet ja richtig in Arbeit aus hier. Aber ich gebe nicht auf!


Im Flugzeug habe ich mich mit einer sehr netten (wie sollte es auch anders sein) Kambodschanerin unterhalten. Das Leben in Kambodscha nach dem Buergerkrieg und den roten Khmer ist auf dem Weg nach vor, nach oben, aber es fehlt immer noch ganz viel. Ausserdem gehen es die Asiaten ruhiger an. Sie war ganz begeistert, wie schnell Deutschland nach dem Krieg zum Wirtschaftswunder geworden ist. Mit sowas rechnet sie in Kambodscha nicht. Dazu sind die Leute ihrer Meinung nach zu traege. Es ist auch interessant wie wenig sich die Jugend mit der juengsten Geschichte auseinander setzt. Ok, ich habe die ganzen Hitler-Geschichten in der Schule und so auch gehasst, trotzdem weiss jeder Jugendliche in Deutschland was los war. Und das ist schon viel laenger her. Die Menschen die unter den roten Khmer zu leiden hatten, sind heute ca. 40 jahre alt. Aber es gibt immer noch rote Khmer im Untergrund und immer mal wieder vereinzelte Angriffe. Ausserdem ist noch ein Grossteil des Landes mit Mienen verseucht. Trotzdem ist die Jugend recht arglos. Vielleicht ein Segen, wer weiss.

Ich werde mich nun gleich aus dem klimatisierten Shoppingparadies aufmachen und einen kleinen Stadtrundgang unternehmen, ich habe noch ein paar Stunden Zeit bis mein Flug nach Perth geht. Eine Karte habe ich mir zu Glueck am Flughafen besorgt.

Twin Towers und den Park drum herum durchwandert und angeschaut, man ist das heiss hier. Zur Belohnung goenne ich mir jetzt eine kleine Stadtrundfahrt. Ich bin einfach mal in den naechst besten Bus der vorbei kam eingestiegen, mal schauen wohin die fahrt geht. Aber fuer einen Ringit (25 Cent) kann man das ja mal machen. Zeit um wieder zurueck zu kommen habe ich ja genug. Die Fahrt endet in Chinatown. Zumindest sieht es hier so aus und die Schilder sprechen auch dafuer. Es gibt hier ein paar schoene, alte Kolonialhaeuser. Und welche Ueberraschung, ein paar mal um die Ecke und ich stehe auf dem Merdeka Platz. Das ist sozusagen die „Altstadt“ von KL. Oder das, was davon noch uebrig ist. Hier entspanne ich mich ertmal bei einem kalten Kokusnusssaft und schaue den indischen und japanischen Touristen zu, die aus ihren Bussen gehuepft kommen, schnell ein paar Bilder machen und weiter hetzen. Aber auch hier gibt es Bettler. Aufdringliche sogar.

Ich fluechte in die kleinen Gassen und stelle fest, das es hinter der Glitzerfassade doch noch den Schmutz, die Ratten und duennen Katzen und die kleinen Garkuechen gibt. Nur sehr viel weniger. Als der Himmel sich verdunkelt suche ich die naechste U-Bahnstation und mache mich langsam auf den Weg zurueck zum Flughafen. Der dauert ja so ca. 1,5 Std. KL verabschiedet mich mit einem schoenen tropischen Gewitter. Im Bus zurueck werde ich von einem Windspiel, was beim Fahrer haengt in den Schlaf geklimpert. Dabei faellt mir ein, dass die Fahrerkabine bei der Hinfahrt ein Chelsea-Gedenkschrein war. Und weil man ja nun eigentlich keinen Tacho braucht, war der auch mit einem riesigen Chelsea-Aufkleber zugeklebt. Komisch manche Leute ..

Noch etwas woran man merkt , das ich wieder im „Westen“ bin sind die Preise. Ich habe fuer den heutigen Tag mal vorsichtshalber 50 Euro, fuer Transport und Essen und so, abgehoben und ich denke ich werde sie auch brauchen. Vorbei die Tage an denen man von 10 oder 20$ leben konnte. Schade eigentlich, denn so haette mein Erspartes noch viel laenger gereicht. Die Hostelpreise in Australien haben mich aber schon auf den Boden der Tatsachen zurueck geholt. 26$ fuer eine Uebernachtung im Mehrbettzimmer.... Trotzdem freu ich mich schon sehr auf mein Lieblingsland.

Ich werde mich von dort aus bald wieder melden, also munter bleiben

Lexi

PS: Ich bin so froh den Monstermuecken in Kambodscha endlich entkommen zu sein. Es hat sich wirklich jeder Stich entzuendet und ist angeschwollen. Und ich habe so schrecklich viele davon... ;-(






Dienstag, 1. Februar 2011

Wieder mal ein kleines Geschenk für Lexi...


Ein kleiner Zusammenschnitt dessen was Du schon gesehen und erlebt hast.

Liebe Grüße Fidi

Gedanken einer Weltreisenden

Ob ihrs glaubt oder nicht, auch ich habe einen gewissen Alltag. Mit langweiligen Routinesachen und Dingen die erledigt werden muessen, denn ganz ohne Organisation und Planung geht es nicht. Obwohl, dass stimmt nicht. Bei manchen die ich unterwegs treffe scheint es auch ohne alles zu gehen. Aber ich habe ja auch noch den Anspruch was zu erleben und Spass dabei zu haben. Einfach nur unterwegs sein ist eben auch nicht alles. Genauso ist es mit dem Budget. natuerlich haette ich es bis hier her auch noch viel billiger haben koennen: "the world on a shoestring", aber wie man an der Geschichte mit der Rattenkammer merkt, bin ich eben doch verwoehnt und habe gewissen Ansprueche ;-). Aber wenn ich an die vielen Stunden denke, die ich eingeklemmt zwischen Gepaeck in irgendwelchen Transportmitteln gesessen habe, die ich auf steinharten Baenken verbracht habe bis ich meinen Hintern garnicht mehr gespuehrt habe (denn nach "Schmerz" kommt "Nichts"), die ich ueber schlechteste Strassen gerumpelt bin und mich auf ollen Fahrraedern die Huegel rauf gequaelt habe bin ich garnicht so ein schlimmes Prinzesschen ;-).

An meinen Buerotagen, die ich regelmaessig einlegen muss, damit mir das ganze nicht voellig ueber den Kopf waechst, schreibe ich Blog, beantworte Email, denn ich moechte ja auch wieder was von euch hoeren und lesen, kontrolliere meine Kontoauszuege und regle Finanzielles, auch wenn Fidi viel fuer mich tut, ueber manche Rechnungen die noch kommen oder Dinge die passieren muss eben doch ich entscheiden. Dann buche ich noch meine Weiterreisen, suche Fluege, Busse und Unterkuenfte, korrespondiere mit anderen Weltreisenden bezueglich guter Tipps und eventueller Treffen, und so weiter und so fort. Es ist also doch immer einiges zu tun, gerade wenn man sich eine Weile hat treiben lassen. Ausserdem gibt es ja an jeden Ort immer etwas Tolles zu machen, zu erleben oder einfach nur anzuschauen. Ich bin bei dieser Tour schon soooo oft vor dem Sonnenaufgang aufgestanden um weiter zu fahren oder den Sonnenaufgang auf irgendeiner Duene zu erleben, dass jeder der weiss, das ich ein Morgenmuffel bin jetzt wahrscheinlich grinsen muss. Die Nachtaktivitaeten liegen mir immer noch deutlich mehr.

Trotz alle dem und allen Hindernissen die ich bisher zu ueberwinden hatte, ich bereue garnichts. Diese Reise ist ein Traum. Ich wache jeden Morgen auf und freu mich das ich hier bin und das ich so gluecklich bin. Ja, auch an den Tagen nach Rattennaechten, Gefaengnis, ausgeraubt oder Krankheiten. Ich moechte nicht tauschen und ihr koennt ruhig ein bisschen neidisch sein! :0) Bei mir scheint naemlich die Sonne.

Ach ja, die Bilder habe ich eben vergessen. Ich liebe es zu fotografieren, dann kann ich es noch mehr geniessen an diesen ganzen wunderbaren Orten zu sein. Deshalb habe ich ja auch schon so unglaublich viele Bilder gemacht. Der herbste Verlust in der Tuerkei, als meine Tasche gestohlen wurde, war fuer mich meine Speicherkarte und die tolle Kamera. Und natuerlich als dann in Kairo der ganze Speicherstick gestreikt hat und alle Bilder aus dem Nahen Osten ploetzlich weg waren. Das wird nochmal ein schoenes Stueck Arbeit zuhause, die rekonstruierten Bilder zu ordnen. Trotz allem bin ich wie wild am knipsen und mache damit wahrscheinlich jedem Japaner Konkurrenz. Ich lieb es auch mir die Bilder hinterher anzuschauen und mich daran zu erinnern wo ich war und wie es dort gewesen ist. Aber keine Sorge, niemand wird mit einer Stunden langen, langweiligen Diashow gequaelt, wenn ich wieder da bin. Ich fotografiere hauptsaechlich fuer mich selbst. Und natuerlich freue ich mich auch, wenn ich ein paar besonders schoene Bilder im Blog veroeffentlichen kann und ihr ein bisschen von dem sehen koennt, was ich so sehe.

So, nun ruft mein Alltag. Ich muss mich um eine guenstige Weiterreisemoeglichkeit und ein Bettchen dort kuemmern. Ich hab schliesslich noch viel vor.

Munter bleiben

eure Lexi

Kambodscha: Phnom Penh, die roten Khmer und die Killing Fields

Der Buergerkrieg in Kambodscha ist einfach unbegreiflich. Genau wie jeder Krieg eigentlich, sinnlos und grausam. Aber was hier dem eigenen Volk angetan wurde ist extrem krass.

Um einen kleinen Einblick darin zu bekommen, kann ich jedem nur sehr ans Herz legen, das Buch "Der weite Weg der Hoffnung" von Loung Ung zu lesen. Es ist das Erleben des Buergerkriegs aus der Sicht eines kleinen Maedchens. Nicht effekthascherisch, aber sehr beruehrend geschrieben.

Die politische Geschichte Kambodschas in groben Zuegen:
-1952: Kambotscha ist franzoesische Kolonie und wird unter der Herrschaft von Prinz Sihanouk zu einer unabhaengigen Nation
-50er und 60er Jahre: wirtschaftlicher Aufschwung, aber auch die Forderung nach Reformen von vielen nationalen Splittergruppen, die geheime kommunistische Organisation die roten Khmer verwickelen die Regierung in einen bewaffneten Kampf
-der Vietnam-Krieg breitet sich nach Kambodscha aus, dadurch gewinnen die roten Khmer die Unterstuetzung der Bauern, bei denen es viele Opfer gab
-1970: Putschdes ranghoechsten Generals Lon Nol, da die Regierung unter dem Prinzen korrupt war und wie ein Selbstbedienungsladen angesehen wurde. Die Aermsten wurden immer aermer, die Reichen noch reicher.
-die Lon Nol-Regierung wird zwar von den USA unterstuetzt, aber ist schwach und auch wieder korrupt
-1975: die roten Khmer stuerzen die Regierung und beginnen eine Schreckensherrschaft aus Gewalt, Armut, Hunger und Tod
-weite Teile des landes werden von den roten Khmer vermint und Kulturdenkmaeler wie Angkor Wat zerstoert oder schwer beschaedigt
- ein Drittel der Bevoelkerung werden in dieser Zeit ausgeloescht
-die roten Khmer sind extrem rassistisch und toeten gnadenlos Behinderte, Schwache, gebildete Menschen und Menschen mit auslaendischen Wurzeln und Brillentraeger (die koennen ja lesen), weil die den "echten" Kambotschanern (ungebildete, rein kambodschanische Bauern) das Essen wegessen
-Schulen, Bildung, Uhren, Buecher usw. werden verboten um die Bevoelkerung dumm zu halten und Aufstaende zu verhindern
-Regierungsgegner, ehemalige Polizisten, Soldaten und Regierungsbeamte werden erschossen
-am 25. Dezember 1978 marschierten die Vietnamesen ein mit dem Ziel Pol Pot zu stuerzen
-1992 weigerten sich die Roten Khmer, sich diesem Pariser Friedensabkommen entsprechend unter UN-Aufsicht entwaffnen zu lassen. Der Bürgerkrieg flammte wieder auf.
-im September 1993 wurden unter Aufsicht der Vereinten Nationen die ersten freien Wahlen seit 20 Jahren abgehalten; diese wurden von den Roten Khmer boykottiert.
-die Roten Khmer zählten zu diesem Zeitpunkt noch an die 10.000 Kämpfer
-im Juli 1994 werden sie offiziell verboten und bilden eine Gegenregierung in der Provinz
bis 1995 verschleppen sie Tausende von Zivilisten in ihre Konzentrationslager im unwegsamen Dschungel an der Grenze zu Thailand
-Pol Pot starb am 15. April 1998 unter ungeklärten Umständen
-am 6. Dezember 1998 kapitulierten nach offizieller Lesart die letzten Kampfverbände

Bei Interesse kann ich diesen Link sehr empfehlen: http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Khmer

Ich habe mir in Phnom Penh das beruechtigte Gefaengnis S21 (eine Art Konzentrationslager) und die "Killing Fields" (ein Platz ausserhalb, auf dem die Massenhinrichtungen stattfanden) angesehen. Ueberall sind noch die Spuren der Menschen zu sehen. Im S21, einer ehemaligen Schule, haengen noch die Schultafeln an den Waenden in den Raeumen, die als Folterkammern benutzt wurden, andere Klassenraeume wurden zu ganz kleinen engen Gefaengniszellen umgebaut. An den Turnstangen auf dem Hof wurden Leute erhaengt,ueberall ist Stacheldraht. Die Roten Khmer haben alle Gefangenen und viele Misshandlungen fotografisch festgehalten. Bei den Bildern dreht sich einem der Magen um.

Auf den Killing Fields gibt es einen ganz gruseligen grossen, modernen Glas-Gedenk-Turm. Darin sind Schaedel und Kleidung aus den Massengraebern gestapelt. Es sind viele Gruben zu sehen, wo Massengraeber gefunden wurden, aber an manchen Stellen kommen direkt noch Knochen, Zaehne und Stofffetzen aus der Erde. Es sind noch laengst nicht alle Graeber gefunden worden.
Ein wirklich gruseliger Platz, der eine eindringliche Warnung gegen Gewaltherrschaft in jeglicher Form ist!

Obwohl das alles vielleicht ein bisschen makaber ist, habe ich ein paar Bilder gemacht und werde sie in den Blog stellen. Aber ich finde man muss hinschauen und darf so etwas nicht ignorieren. Das ist alles erst 30 Jahre her.... einfach nur erschreckend!

Lexi

Sonntag, 30. Januar 2011

Kambodscha: eine Ueberlandpartie

Wir sitzen eingeklemmt wie die Oelsardienen mit unseren kleinen Rucksaecken und Taschen auf dem Schoss. Es ist heiss. Aber wir haben noch Glueck, jeder von uns Touris hat seinen eigenen Sitz, die Einheimischen sitzen auf Kissen oder Resten von ehemaligen Sitzen auf dem Boden oder im Gang. Manche teilen sich auch mit viel zu vielen Leuten die kaputten und engen Sitze ganz vorn. Die meissten von ihnen fahren zum Glueck nicht die ganze Strecke, sondern nur ins naechste Dorf. Der Bus haelt an jeder Milchkanne. Dazwischen faehrt der Fahrer wild hupend, halsbrecherisch und trotzdem langsam ueber die schlechten Strassen. Kein Wunder, das die Fahrt ewig dauert.

Fahrraeder, Mopeds, Ochsenkarren und Fussgaenger werden haarscharf ueberholt oder aus dem Weg gehupt. Oder beides. Mit einer Vollbremsung muss man jederzeit rechnen, auch wenn ein Grund nicht unbedingt ersichtlich ist. Mein IPod laeuft auf voller Lautstaerke, trotzdem kommt Gary Moore nicht gegen den ohrenbetaeubenden Laerm von kambodschanischen Herz-Schmerzliedern an. Begleitet werden diese, auf dem grossen Flachbildschirm direkt vor uns, von den dazugehoerigen tragisch-romantischen Liebesgeschichten als Musikvideo mit eingeblendetem Karaoketext. Zum Glueck singt heute niemand laut mit, aber das hatten wir auch schon anders. Oder vielleicht sind die Gorillaz auch einfach nur laut genug. Draussen ziehen Holz- und Strohhuetten auf Pfaehlen an uns vorbei. Ich muss mal. Zu viel Tee heute morgen. Oder doch die Nudelsuppe? Angeblich hat der Bus auch eine Toilette, aber meine bisherigen Erfahrungen lassen mich zoegern. Meine Qual ist noch nicht gross genug...

Inzwischen hat ein thailaendischer Actionfilm begonnen. Es werden haufenweise Tuk Tuks geschrottet und die Muay Thai-Helden schlagen und treten sich die Gesichter blutig. Ich nicke ein. Der Bus ist so weich gefedert, das es sich anfuehlt wie auf einem Wackelpudding zu reiten. Das schaukelt mich sanft in den Schlaf. Als ich von einer Vollbremsung wieder aufwache verpruegeln sich gerade der Boese und der Held auf aergste. Ich schaue aus dem Fenster, immer noch Doerfer und Kuehe auf Feldern. Und ich muss auch immer noch aufs Klo. Nur dringender. Dann ist zum Glueck Mittagsstopp. Wir halten an einem typisch asiatischen „mitten im Nichts-Restaurant“. Ein Dach, einige Tische und die klassischen Monoblock-Plastikstuehle. Ich stuerme aufs Klo und mit mir fast alle anderen Reisenden. Das erleichtert mich sehr und unterstuetzt mich in der Entscheidung mit Sicherheit hier nichts zu essen. Ich bin ziemlich sicher, dass das Wasser zu kochen und eben auch fuer alles andere, denn gerade wird ein total verdrecktes Kind damit begossen, aus einem grossen Tonkrug geschoepft wird. Die Wasserhaehne sagen naemlich keinen Mucks. Also Feuchttuecher , Chips und Bananen, da kann nicht viel schief gehen.

Als wir endlich in Phnom Penh ankommen, ist sogar schon ein Tuk Tuk Fahrer da um mich abzuholen und zum Hostel zu bringen. Das entpuppt sich als ziemlich heruntergekommener Schuppen und auch der Rest von PP sieht nicht wirklich besser aus. Aber das passt ja zu dem was ich gehoert habe. Nur war ich ja wg. der positiven Ueberraschungen bisher eher optimistisch gestimmt. Mein Dorm ist ein kleiner Raum mit 8 Matratzen auf dem Boden. Schon wieder. Immerhin in einem richtigen Haus und im 1. Stock. Ich habe Glueck, das Lager am Fenster ist frei. Nehm ich doch das. Es hat sogar einen kleinen Holzkasten um die Matratze, ein Mossinetz und einen eigenen kleinen Ventilator. Was will man mehr? Das Zimmer schwirrt vor Muecken und ich bin nach 2 Minuten schon voellig zerstochen. Das bleibt hier auch die naechsten Tage so, egal womit ich mich einspruehe oder was ich alles dagegen unternehme. Ich werde sogar durch langaermlige Kleidung gestochen... Und die Stiche hier entzuenden sich auch noch schoen, schwellen an wie Taubeneier, jucken wie sau, und tun richtig fies weh. Und es ist sooo schwer nicht zu kratzen. Vor allem wenn man drauf sitzt, auf 5 solchen Prachtexemplaren. Die Salbe aus der Apotheke hier hilft auch nur bedingt, und das schwitzen bei den ueblichen 35 Grad macht es auch nicht besser. Ihr seht also, ich habe jede Menge Spass hier ;0)

Ich glaube PP ist ein wuerdiger Abschluss fuer Asien und wird mir den Abschied auch nicht besonders schwer machen.

Was ich gerade am Layout verstellt habe, weiss ich leider nicht, und ich kann es auch nicht rueckgaengig machen. Bin ja schon immer froh wenn es ueberhaupt alles klappt, ich kleiner Techniker ;-)

Also munter bleiben im kalten Deutschland

Lexi

Kambodscha: Lexi Croft 2: So schmeckt Asien und Angkor What?

Und wieder kann ich von 2 mutigen Selbstversuchen berichten. Zu einen habe ich Schlange gegessen und muss sagen, die schmeckt echt gut. Wie wuerziges Huehnchenfleisch. Wuerde ich Huhn zukuenftig sogar vorziehen, aber ich denke das wird bei uns schwer...

Die zweite Sache war vegetarisch, aber nichts desto trotz viel schlimmer. Durian, auch Stinkfrucht genannt. Lonely Planet sagt: der Geschmack lohnt es den Geruch zu ignorieren. Lexi sagt: wenn die Natur etwas mit einem solchen Geruch geschlagen hat, dann hat das seinen Grund und man SOLLTE es einfach NICHT essen! Der Geschmack laesst sich am besten mit dem Geruch einer ueberfahrenen Katze, die schon seit 3 Tagen bei 35 Grad und Sonnenschein an der Strasse liegt, beschreiben. EKELHAFT! Ich bin diesen schrecklichen Geschmack den ganzen Tag nicht mehr los geworden. Egal wie viele Fischermans ich gelutscht habe. Und glaubt mir, es waren viele. Haette nicht gedacht das etwas pflanzliches soooo wiederlich schmecken kann!

Aber nun zu erfreulicheren Dingen. Ich habe meine weiteren 2 Tage Angkor Wat ordentlich ausgenutzt und mir so ziemlich alles im naeheren Umkreis von Angkor Wat angeschaut. Diese Anlage insgesamt ist riesig. Hier mal ein bisschen Wikipedia fuer euch zusammen gefasst, aber ich finde es sehr interessant:

Angkor ist eine Region nahe der Stadt Siem Reap in Kambodscha, die vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja bildete.

Weltbekannt wurde Angkor durch die noch heute sichtbaren Zeugnisse der Baukunst der Khmer in Form einzigartiger Tempelanlagen - allen voran durch den Angkor Wat, den größten Tempelkomplex der Welt.

Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 km² wurden nacheinander mehrere Hauptstädte und in deren Zentrum jeweils ein großer Haupttempel errichtet. Bis heute wurden bereits mehr als 1.000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt.

Die großen Tempel wie der Angkor Wat oder auch der dem Buddha geweihte Bayon waren nicht als Versammlungsorte für Gläubige errichtet worden, sondern als Paläste der Götter. Es gibt also keine weiten offenen Flächen oder Räume, sondern ein zentrales Heiligtum für den Gott, dem der Tempel geweiht war, und oft eine Vielzahl kleinerer Nebenheiligtümer, verbunden durch Tore und Gänge.

Der Grundriss praktisch aller Tempel entspricht der Weltsicht des Hinduismus: Im Zentrum steht der höchste Turm (Prasat) mit dem zentralen Heiligtum als Repräsentation des Berges Meru (im Himalaya), auf dem die Götter wohnen. Der Hauptturm ist umgeben von vier kleineren Türmen, den Bergen neben dem Meru. Die äußere Begrenzung bildet schließlich ein Wassergraben, der den Ozean versinnbildlicht.

So, nun genug der Geschichte und zurueck zur Realitaet. Und zwar wie ich mich mit dem Fahrrad einen weiteren Tag dorthin gequaelt habe , aber mir fuer die ganz grosse Runde ein Tuk Tuk geleistet habe. Am Tag nach meiner ersten Fahrrad-Besichtigungstour musste ich erstmal einen Tag Pause machen um mich zu erholen. Den darauf folgenden Tag habe ich mir dann ein Tuk Tuk genommen, denn die Aussicht auf eine 26 KM-Runde auf kambodschanischen Strassen und bei 35 Grad lockten mich nicht gerade und mein schmerzender Hinter tat sein uebriges. Immerhin habe ich an diesem Tag 10 Tempel besuchen koennen. Dann habe ich aufgegeben. Selbst immer "nur" die Treppen (mit den Riesenstufen, schautr euch mal die Bilder an) hoch zu klettern macht einen bei der Hitze fertig. Aber da jeder Tempel irgendwie anders ist, musste ich sie natuerlich alle sehen. Und natuerlich auch dem Tomb Raider Tempel. Grandios!

Nach einem weiteren Tag Pause bin ich nochmal ganz mutig aufs Fahrrad gestiegen. 2 der ganz grossen Anlagen waren noch zu besichtigen. Angkor Thom und Preah Khan, aber das sollte zu schaffen sein. Also wieder aufs Vorkriegsfahrrad geschwungen und nach einem deftigen Fruehstueck, bei dem ich Alex kennen gelernt habe, gings dann zu 2. weiter. Ich hatte Glueck das es sein erster Tag in Angkor Wat war, so konnte er meine Runde mitmachen. Es war ein sehr lustiger aber sau anstrengender Tag, an dessen Ende wir uns mit einem dicken Eisbecher beim Blue Pumpkin belohnt haben. Den Lara Croft Tempel, nochmal zum Sonnenuntergang, haben wir uns dann, zu gunsten des Eises, geschenkt.

Die Tempel sind unglaublich schoen und waren es auf jeden Fall wert, dass ich hierher gekommen bin. Mal ganz abgesehen davon, dass mir Siem Riep sehr gut gefaellt und die Leute in Kambodscha so super nett sind.

So, nun fleissig Fotos anschauen (und ein bisschen Neid waere schon angebracht ;-))

Munter bleiben

Lexi




Kambodscha: Lexi Croft ist angekommen

Nun bin ich schon den 4. Tag in Kambotscha, fast schon zu spaet um meine beruechtigten "ersten Eindruecke" zu schildern. Aber ich bin am ersten Tag gleich einmal zu Fuss durch die ganze Gegend und habe meine Eindruecke im Bild festgehalten. Leider wird alles was man sieht so schnell normal, dass es einem wirklich nur ganz am Anfang in einem anderen Land wirklich exotisch vorkommt.

Achja, Internet gibts hier zwar ueberall, aber dauernd stuerzt der Server ab und alles ist wieder weg.... Fast wie in Uganda. Und genauso langsam....

Als erstes kann ich schon mal sagen, das ich von Kambotscha begeistert bin. Es ist viel besser als ich erwartet hatte. Nach dem was man von anderen Backpackern so gehoert hat, und da Silke sich so standhaft gestreubt hat hierher zu fahren, war mir garnicht so ganz wohl bei der Sache... Aber, ich muss sagen, jetzt so nach 3 Tagen gefaellt es mir immer noch. Die Menschen sind unglaublich freundlich, die Landschaft ist noch recht urspruenglich und das Wetter ist super (heiss). Es ist wie eine Mischung aus Malawi und Vietnam.

Meine Entscheidung fuer die etwas teurere Busfahrt hat sich als goldrichtig erwiesen. Am Ende hatte ich fast noch die guenstigste Fahrt. Erstmal gings im Minibus (mit nur 10 Personen + Gepaeck auf 12 Plaetzen) fast bis zur Grenze. Das war so bequem, dass ich die ganze Zeit geschlafen habe. Dann gabs den beruechtigten Stopp wo sie versucht haben uns viel zu teure Visa zu verkaufen, aber ich hatte meins ja vorab besorgt, und danach gings dann ziemlich kuschlig weiter: selber Bus nur 5 Personen mit Gepaeck mehr.... Allein vorn beim Fahrer sassen 5 Leute. Aber es hiess: ist ja nur bis zur Grenze, 10 Minuten.... In dem Moment, ich konnte meine Fuesse nicht mehr bewegen weil sie in den ganzen Rucksaecken eingeklemmt waren, habe ich mich sehr auf meine Taxifahrt gefreut. Definitiv besser als nochmal 15 Std. Bus unter diesen Bedingungen... Manchmal bin ich aber auch wirklich ein Weichei! ;0)
Dann gings zu Fuss ueber die Grenze. Noch auf der thailaendischen Seite sieht es voellig oll und vergammelt aus und stinkt tierisch nach Fisch. Ueberall liegt Muell und so kleine Muschelschalen rum, und die Garkuechen sind auch nicht gerade fuer Wohlgerueche verantwortlich. Stempel aus Thailand raus, weiter nach Kambotscha. Bin ich froh, dass ich meinen schweren Rucksack ziehen kann. Dafuer wurde ich wirklich beneidet. Dann gings erstmal Visa holen, fuer die jenigen die noch keins hatten und sich nicht von den Schleppern haben einschuechtern lassen, ging auch voellig problemlos, und dann weiter zur Einreise-Barracke Kambotscha. Lange Schlangen und mit ein bisschen Glueck bekam man sogar mal ein Plaetzchen am Ventilator. Ansonsten war die Einreise problemlos., dauerte halt. Da die anderen auf die guenstigere Busfahrt gesetzt hatten, und es wohl zu teuer gewesen waere mich allein im Taxi nach Siem Riep zu fahren, hat der Guide dann krampfhaft wen gesucht der das Taxi mit mir teilt. Konnte mir ja egal sein, mein Anteil war bezahlt und mir gehoerte der Beifahrersitz zur alleinigen Verfuegung ;-) Schliesslich, nach laengerer Suche teilte ich mir das Taxi dann mit Pamela, Journalistin aus Canada. Es wurde eine sehr langsame, aber unterhaltsame Fahrt, und ich musste feststellen, dass mein Englisch die letzten Monate echt Quantenspruenge gemacht hat. Erstaunlich was so alles wiederkommt wenn man es endlich mal ausgiebig benutzt.

Nach nur einem Stop bei einem Gasthaus zum "Auto waschen", wo wir dann wieder was trinken oder kaufen sollten, kamen wir also 3 Std. spaeter in Siem Riep an. Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Zum Glueck war ja auch das Hotelzimmer fuer die erste Nacht in meinem "Reisepaket" enthalten. Und was soll ich sagen, es war ein richtiges Hotel. Ich habe sogar ein Zimmer mit Balkon, Fernseher, eigenem Bad mit warmem Wasser und einem riesigen Bett bekommen. Klasse. Leider konnte ich die Nacht nicht wirklich schlafen weil mir so unglaublich heiss war. Aircon hatte das Superzimmer leider nicht, aber kann man bei dem Preis auch nicht erwarten.

Oh, ich kann umziehen in mein neues Zimmer. Hoffen wir mal, dass das nun wirklich beser ist und ohne soviele Tiere....

Ja, das mit meinem Zimmer lief wie folgt. Ich bin am gleichen Abend noch durch Siem Riep gelaufen und habe bei allen moeglichen Gasthaeusern nach Zimmern gefragt. Logischerweise waren die guenstigsten schon voll, aber da mir klar war, dass ich mir ein Zimmer in dem "Luxusschuppen" nicht leisten wollte, musste ich ja was neues finden. Im Garden Village Hostel sollte ich dann am naechsten Morgen nochmal fragen, also Wecker gestellt und tatsaechlich Glueck gehabt. Vermeindlich. 3$ pro Nacht fuer ein eigenes Zimmer mit Ventilator und Gemeinschaftsbad ist echt gut, aber das "Zimmer" lies deutlich zu wuenschen uebrig. Leider merkte man das erst im dunkeln. Bei Tageslicht sah die kleine Bambushuette noch ganz idyllisch aus. Halt was kambotschanisch laendliches mit Matratze auf dem Boden und Moskitonetz. Eben einfach. Aber sowas kannte ich ja nun auch schon. Abgesehen von den Muecken die sich auch tagsueber in meiner Huette zu tausenden aufhielten, kamen nachts noch allerei Viehzeugs und in den Dachbalken krabbelnde ratten dazu. da habe ich kein Auge zubekommen. Scheiss aufs Geld, ich musste da raus. Bloss nicht noch sone Nacht. Alos gleich morgens wieder an die Rezeption und gefragt. Nein, heute leider nicht, aber wenn ich noch eine Nacht durchhielte, koennten sie mir morgen ein besseres Zimmer geben. Na gut, welche Wahl hatte ich schon gross.

Also gings erstmal auf nach Angkor Wat. Deshalb war ich schliesslich hier. Ich habe mir ein echt kambotschanisches (und das ist bei weitem KEIN Qualitaetsmerkmal) Fahrrad geliehen und bin zum Historic Parc geradelt. Sind ca. 7 KM von hier aus, aber es kommt einem deutlich weiter vor, gemessen am Schmerz des Hinterns auf dem ollen Fahrradsattel. Immerhin habe ich den richtigen Weg gefunden, besonders gut ausgeschildert ist es naemlich nicht. Aber im Gegensatz zu den Vietnamesen, geben Kambotschaner auch Auskuenfte zum Weg. Meine 3-Tageseintrittskarte hat mich dann 40$ gekostet, aber zum Glueck wuerde ich ja nochmal eine Nacht in meiner Rattenkammer Geld sparen ;-)

Dann gings weiter die staubige Landstrasse entlang bis zum ersten Tempel: Angkor Wat! Eine riesige Anlage und voller Leute. davor natuerlich 1000 Verkaeufer fur alles moegliche und Abzocker die sogar Fahrrad-Parkgebuehren haben wollten. Aber nicht mit mir! Irgendwie war ich ja ein bisschen entaeuscht, da war der grosse Parkplatz und dann die Bruecke ueber den Wassergraben. Alles frei und garkein Dschungel. Und so viele Leute, obwohl sich das ziemlich bald legte, da ich wie immer, in meinem Rhyrthmus, die Mittagshitze zum ankommen erwischt hatte. Aber mir macht das ja nichts so viel aus, obwohl ich auch getrunken habe wie ein Loch. Die Tempelanlage sieht ein bisschen so aus wie das Forum Romanum oder Selinunte in Italien. Halb verfallene Tempelbauten verteilt auf trockenem Grass in einer weitlaeufigen Anlage. Ich habe mir die verschiedenen Bauten dann ausgiebig angeschaut und war, nachdem ich merkte wie lange das dauert, wenn man nicht nur durchhetzt, total froh ueber meine 3-Tageskarte.

Dann ging es noch weiter 1 KM zum naechsten Tempel: Phnom Bakheng. Den zu erkunden muss man sich erst verdienen, denn er liegt oben auf einem Huegel. Wieder so eine grandiose Anlage und auch noch mit Ausblick ins Umland, da hatte ich dann auch endlich meinen Dschungel. Ganz anders als Angkor Wat. Dann gings, trotz meiner fortschreitenden Schwaeche, denn es waren ja immer noch ca. 40 Grad im Schatten, weiter. Ich wollte ja noch den Lara Croft-Dschungel-Tempel sehen. Das bekannte Sued Tor habe ich ja noch gefunden, aber dann bin ich, mangels jeglicher Ausschilderung, am Tempel vorbei noch die 2 KM zum Bayon. Dem Tempel mit den grossen Steinkoepfen. Also habe ich diesen auch noch erklommen, und es geht in den Tempeln hier immer einige Ebenen rauf und runter. Alles voll kleiner Kammern und verwinkelter Gassen. Und die Treppen sind unglaublich steil mit riesigen Stufen. Da ist sicher schon so mancher zu Tode gestuerzt. Frage mich, wie die kleinen Leutchen das hier frueher gemacht haben. Wahrscheinlich waren die Priester die koerperlich fittesten Menschen weit und breit.

Ich bin auf jeden Fall schwer beeindruckt von den unglaublichen Tempelanlagen und werde mich die naechsten 2 Tage aufmachen den Rest zu erkunden. Aber heute brauchte ich erstmal einen Tag Pause. Letzte nacht habe ich in meiner Kammer einfach das Licht angelassen, das war besser, aber so richtig gut habe ich trotzdem nicht geschlafen. Obwohl ich von der Erkundung gestern so fertig war, dass ich nach dem Duschen sogar das Abendessen verschlafen habe...

Also, auf zu neuen Abenteuern

Eure Lexi

Mittwoch, 26. Januar 2011

Foto Info

Hallo zusammen,

vielleicht ist es ja dem ein oder anderen schon aufgefallen, dass einige Fotos nicht mehr im Blog zu sehen sind. Aber keine Sorge, alle Bilder sind noch auf Picasa zu finden. Es ist nur mittlerweile so viel Bildmaterial hier, dass ich erstmal etwas Platz schaffen musste.
Die aktuellsten Bilder werde ich natürlich weiterhin in den Blog stellen. Wenn ihr eine Diaschau anklickt werdet ihr direkt zu Picasa weitergeleitet. Wenn man dort oben rechts auf Lexis Namen klickt, stehen alle bisherigen Bilder zur Verfügung.

Liebe Grüße Fidi

Montag, 24. Januar 2011

Thailand: leaving Paradise

Ja, das war auf dieser Reise wohl mein letzter Aufenthalt in meinem geliebten Bangkok, oder meinem Paradies, wie Silke es genannt hat. Aber auch dieses Mal hat BKK sich wieder von seiner besten Seite gezeigt und ich habe unglaublich viel erlebt in den paar Tagen. Der unsaegliche 30.12. muss echt eine Versehen gewesen sein...

Nun steht auch meine Weiterreise fest, ich habe heute den Bus nach Kambotscha gebucht und werde das unter Backpackern sagenumwobene Abenteuer "per Minibus nach Kambotscha" am 27.01 angehen. Das wird sicher interessant, wobei ich mich hier mal nicht fuer die billigste Variante entschieden habe und somit hoffe das ich nicht 30 Stunden im voellig ueberladenen Minibus ueber schlechte Strassen geschaukelt werde. Aber wir werden sehen ob die Investition sich gelohnt hat. Es bleibt also spannend. Immerhin habe ich schon von mehreren anderen gehoert, dass der Weg inzwischen asphaltiert ist. Das ist ja schon mal was :0)

Nun zu meinen letzten Tagen hier in BKK. Am Tag meiner Ankunft hier habe ich ja gleich, beim ersten Umschauen in der Umgebung, eine thailaendische Lehrerin kennen gelernt, die mir vom Buddhatag erzaehlt hat. Da sind viele Tempel usw. mit freien Eintritt und die Regierungs-Tuk Tuks machen die Rundfahrt fuer ganze 20 Baht. Also hat sie mir gleich so ein Tuk Tuk rangewunken und los gings: Riesenbuddha, Marmortempel, natuerlich Thai Factory (aber ich bin ja inzwischen sowas von kaufresistent ;0)) und golden Mountain. Super schoen, in dieser Ecke von BKK war ich ja vorher noch nicht so unterwegs. Und das alles fuer 20 Baht (50 Cent). Das war schon mal ein guter Start.

Am naechsten Tag gings weiter mit dem beruehmten Wochenend-Markt, dem Netbookkauf, der Rothemden-Demo und dem Cabaret. Dann natuerlich ein Tag Internet mit eigenem Netbook :0)
, abends ein bisschen unter Leute. Habe nette Iren getroffen und viel Spass gehabt, allerdings hat das auch dazu gefuehrt, dass ich gestern einfach nur meinen Kater gepflegt habe. Iren sind ja immer sehr trinkfreudig. Heute werde ich mir nochmal die Klongs, so kleine Kanaele, vom Taxiboot aus anschauen und die letzten Besorgungen machen und morgen gehts schon weiter...

Aber als erstes brauche ich jetzt mal ne Massage. Das viele Internet ist nicht gut fuer mich ;) fast wie arbeiten.

Also ihr Lieben, munter bleiben

Eure Lexi

Thailand: Bangkok Bizzar: das Calypso Cabaret

Das Calypso ist ein Cabaret des "3.Geschlechts" in Thailand, der Ladyboys. Es ist bei machen von ihnen wirklich unglaublich, dass es Maenner sind. Aber schaut sie euch selbst an, ich habe natuerlich wieder Bilder gemacht.

Los ging der Abend fuer mich im Stress, da mein Bus auf dem Rueckweg vom Phantip Plaza in einer Demonstration der "Rothemden" stecken geblieben ist. Da hiess es auf halbem Weg ploetzlich: alle aussteigen und laufen! Und das in den voellig verstopften Strassen. Die sind einfach ueberall mit ihren Autos und Tuk Tuks stehen geblieben, haben Decken ausgebreitet und sich hingesetzt, es gab kleine Maenner in roten T-Shirts die grosse Reden geschwungen haben und viele weitere in roten Hemden die begeistert applaudiert haben. Dazwischen wie immer Kinder, Essensstaende und improvisierte Massagesalons, denn Business ist hier immer und ueberall.

Ich habe mich also durch die voellig verstopften Strassen und Fusswege gekaempft, zum Glueck sind hier fast alle kleiner als ich, und es gerade so rechtzeitig ins Hostel geschafft, dass ich mich noch schnell frisch machen und meine schicken Glitzersandalen von Silvester anziehen konnte. Dann musste ich auch schon wieder los, um mich mit meinen 3 Rentnern zu treffen, mit denen ich mir ein Taxi ins Cabart teilen wollte. Das waren Joe aus Malta und Rick und Sue aus Australien. Super witzige Leute, die ich den Tag vorher beim Ticketkauf getroffen habe. Nach einigen Startschwierigkeiten beim Taxi suchen gings dann endlich los. Natuerlich hielt der Fahrer unterwegs einmal an zum Pipi machen, aber man ist ja schon so einiges gewohnt hier ;-) Nachdem wir unsere Karten abgeholt hatten, sind wir noch gegenueber in die Bar gegangen, wo am Tresen in einem aufgeschnittenen alten VW Bulli Cocktails gemixt wurden. Und dann hiess es:

Willkommen, bienvenue, welcome!
Fremder, etranger, stranger.
Glueklich zu sehen, je suis enchante,
Happy to see you, bleibe, reste, stay.

Willkommen, bienvenue, welcome
Im Cabaret, au Cabaret, to Cabaret!

Das Calypso ist im Keller des Asia Hotels und recht klein und plueschig eingerichtet. Man wird formvollendet begruesst und an seinen Platz geleitet. Hier gibt es dann sogar noch einen Gratisdrink. Ein offensichtlich maennlicher Thai im Glitzeranzug hat dann sehr charmant durchs Programm gefuehrt. Das war eine schrille, bunte Mischung aus Hollywood, Asien und Moulin Rouge mit viel Glamour, Glitzer und Humor. Wirklich sehr gelungen und die Zeit verfliegt nur so beim zuschauen. Wer mal hier ist, unbedingt anschauen :0)

Ich habe ein paar Bilder gemacht und versuche sie gleich mal einzustellen, dann koennt ihr euch ein eigenes Bild machen. Erstaunlich an der ganzen Sache war natuerlich, dass es sich bei den "Damen" aussschliesslich um Ladyboys (Transvestiten) gehandelt hat. Und die Buehne war immer voll, bis zu 15 huebsche Geschoepfe wirbelten gleichzeitig auf der Buhne herum, sangen wunderbar Playback und tanzten dazu. Ausserdem haben sie sich auch ordentlich selbst auf die Schippe genommen z.B. mit "maennlichen" Maennern im Bikini, Busenblitzern und Brusthaar unterm Cocktailkleid. Um die Damen der Schoepfung (irgend eines plastischen Chirurgen) huepften dann, als Gegenpol, auch oft sehr machomaessige Maenner herum und ein paar extrem uebertriebene kulturelle Darbietungen der asiatischen Nachbarn, wie Japan oder Korea sorgten zusaetzlich fuer Erheiterung. Das Publikum bestannd zu meinem Erstaunen mind. zur Haelfte aus Asiaten. Ich hatte viel mehr Touristen erwartet.

Besonders lustig fand ich die menschlichen Vogelstausse (schaut mal auf die Beine, zum neidisch werden) und die ironische Josephine Baker-Nummer. Leider habe ich davon keine Bilder weil es zu dunkel war. Der Abend war ein echter Hit und die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Am Ausgang standen die "Maedels" dann noch fuer Fotos zur Verfuegung. Erschreckend wie gross die sind, auch fuer Thaimaenner. Aber das Moulin Rouge engagiert ja auch nur grosse Damen ;-)


Es war dann auch wieder ein bisschen schwierig ein Taxi zurueck zu finden, denn niemand wollte in das Demonstrationsgebiet fahren. Der Fahrer den wir dann letztendlich gefunden haben, hat uns dann auch wieder auf halber Strecke, vor einer Strassensperre, abgesetzt und es hiess erneut laufen. Und das mit meinen schicken Riemchensandalen, wo doch die Blasen von Silvester gerade verheilt waren. Naja, nun habe ich neue, und was soll ich sagen, an genau den gleichen Stellen ;-)

Bye-Bye, Mein Lieber Herr;
Farewell, mein Lieber Herr.
It was a fine affair,
But now it's over.
And though I-
Used to care,
I need the-
Open air.
Ach, lebe wohl!
Auf wiedersehen,...
Bye bye mein Herr!

(The final performance of Sally Bowles aus Cabaret)

CU Lexi

Thailand: Eilmeldung! Sensation in Bangkok!

Dies ist die erste Nachricht auf meinem EIGENEN Netbook!!! :-)

Ich freu mich riesig jetzt die Besitzerin von einem roten BenQ Joybook lite zu sein.

Gestern bin ich von meiner Khao san Rd. aus ca. 30 Minuten mit dem oeffentlichen Bus ins Zentrum gefahren um dort Stunden mit Preisvergleichen im Phantip Plaza, einem 7-Etagen Elektro-Bazar, zu verbringen. Schliesslich habe ich mir fuer dieses hier entschieden, habe die benoetigte Software aufspielen lassen und bin dann stolz wie Bolle zurueck zum Hostel. Leider konnte ich nicht sofort loslegen, da ich in eine Demonstration der Rothemden gekommen bin und fast noch zu spaet zu meiner Cabaretvorstellung mit den Ladyboys gekommen waere. Dazu aber spaeter mehr.

Ich kann ja nun immer und ueberall schreiben ;-) Und es wird zukuenftig auch immer gleich ein paar Bilder von meinen Erlebnissen geben. Ihr muesst nicht mehr warten bis die Speicherkarten bei Fidi angekommen sind. :0)

So nun lege ich mal los, munter bleiben

eure Lexi

Freitag, 21. Januar 2011

Thailand: Die Bruecke am River Kwai

Thailand: mein persoenliches Junglecamp

Aus einigen Kommentaren habe ich ja inzwischen mitbekommen, dass in Deutschland gerade wieder mal das Dschugelcamp laeuft. Gut das ich hier kein Fernsehen habe ;-) Aber nichts desto trotz habe ich hier schon mein eigenes Dschungelcamp erlebt. Und das tolle ist, ich habe zu den Gruselgeschichten sogar schon ein paar Bilder zu Fidi geschickt, die gibts also direkt dazu. Nicht das es am Ende jemand nicht glaubt....lach.... Ich haette es bis vor kurzem auch nicht geglaubt, dass ich sowas mal mache, aber das hatten wir ja auf dieser Reise schon oefter ;0) Also, heute mal wieder Geschichten aus der Reihe "Lexi X-trem". Und das mir natuerlich auch mal wieder eine Kakerlake ueber den Fuss gelaufen ist, sei nur am Rande erwaehnt. ;-)

Dschungelcamp1: Dschungel
Das ganze fing an, als mir mein ruhiges Leben in Kanchanaburi dann doch irgendwann zu langweilig wurde. Zuert habe ich einen Ausflug zum Erawan National Park mit dem gleichnamigen 7-Stufigen Wasserfall gemacht. Morgens um 8 Uhr gings los, gut 1 Std. Fahrt bis dahin. Und es war ein wirklich heisser Tag. Es ist ein sehr schoener NP, mit asiatischem Dschungel und die Wanderung geht, ueber eine Stunde bergauf, total schoen am Wasserlauf entlang. So habe ich dann ueber Stock und Stein, durch kleine Flusslaeufe und Wasserbecken und ueber Baumstaemme jede der 7 Stufen erklommen. Gut, ich gebe zu die ersten beiden sind touristisch schon so erschlossen, das ein richtiger Weg hinfuehrt. Aber es sieht einfach grossartig aus. Zwischen Bambus und Palmen befinden sich tuerkisblaue Wasserbecken mit mehreren kleinen Wasserfallstufen, in den Becken schwimmen ziemlich grosse Fische im kristallklaren Wasser. Man kann auch baden, aber was sag ich Euch, es ist saukalt. Also nix fuer mich. Nur mal die Fuesse reingehalten. Nach der 2. Stufe ist dann ein Checkpoint: No food and drink behind this point! Also habe ich fuer meine Wasserflasche ein Pfand hinterlegt, denn es geht nur darum das der Muell nicht oben liegen gelassen wird und ich dachte schon um die Affen, und meine Cracker schweren Herzens abgegeben. Weiter gings. Nun wurde der Weg ein steiniger Pfad der steil bergauf fuehrte, manchmal unterbrochen von asiatischen Treppenstufen. Das besondere daran ist, das sie es in ganz Asien offenbar nicht hinkriegen bei einer Treppe auch nur 2 Stufen gleich hoch zu machen. Aber so bleibt es bei jedem Schritt spannend. Der Aufstieg war recht muehsam, aber er hat sich absolut gelohnt. Wirklich wunderschoen und jede "Etage" sieht anders aus. Um nach ganz oben zur 7. Stufe zu kommen musste man dann die 6. durchqueren. Das war zwar nass und rutschig, aber immer noch ein Kinderspiel im Vergleich zur Regenzeit. Oben habe ich dann erstmal ein bisschen Pause gemacht und meine Fuesse gekuehlt und dann gings eine Stunde wieder runter. Auf der 2. Stufe gabs dann auch die von mir befuerchteten Affenattacken. Zum Glueck nicht bei mir. Ich hatte meine Cracker ja inzwischen wieder, jedoch sicher im Rucksack verstaut. Aber es gibt ja auch immer wieder Leute die sich unter "Wildlife" nichts vorstellen koennen und ihr Essen schoen in der Hand tragen.... Gut fuer die Affen ;-)

Wer es noch nicht bemerkt hat, hier klemmen diverse Buchstaben auf der Tatatur, also nicht wundern wenn mal was fehlt :0)

Dschungelcam 2: Insekten essen
Ich habe ja immer geasagt das ich sowas NIE, NIEMALS machen wuerde. Aber manchmal kommt es anders.... Silvester habe ich mich ja noch geweigert die frittierten Grashuepfer zu essen und habe Silke sehr bewundert, das sie sich getraut hat. Ich fand das einfach nur eklig. Aber neulich habe ich hier ein paar sehr nette Deutsche kennen gelernt und einen wunderbaren Abend mit ihnen verbracht. Leider war es ihr letzter, darum wollten sie noch einmal "Ekelessen" (Huehnerfuesse hatten sie schon gegessen) in Form der hier wirklich sehr beliebten frittierten Insekten probieren. Gut dachte ich, verrueckt, aber das schaue ich mir gern an. Tja, mitgefangen, mit gehangen.... schaut Euch einfach die Bilder an. Wobei ich dazu sagen muss, dass mir auch hier die ganze Grashuepfer-Fraktion (Heuschrecken, Zirkaden, kleine Flips) immer noch zu ekling war. Dann halt Maden und Froesche. Obwohl die ja nicht mal Insekten sind...
Ich sag nur soviel, mein Favorite wirds nicht!

Dschungelcamp 3: Tiger streicheln
Ich wollte ja schon in Afrika gern grosse Wildkatzen anfassen. Leider lassen die sich das dort verdammt gut bezahlen. Aber meine Chance kam mit dem Tigertempel hier in Kanchanaburi. Ich bin mit Nimra und Eric dorthin gefahren. Es war wieder unglaublich heiss und ich hatte weisungsgemaess eine lange Hose und ein T-Shirt mit halben Arm in gedeckten Farben an... Der Fahrtwind im offenen Taxi hat zwar etwas gekuehlt, aber nicht so richtig. Nach ca. einer Stunde waren wir da. 600 Baht Eintritt, das sind ca. 15 Euro, und los gings. Das Tempelgelaende ist eher wie ein grosser Zoo, der nur aus einem einzigen Gehege besteht. Ueberall laufen Pferde, Ziegen, Kuehe, Rehe und Hirsche und so weiter rum. Wir haben sogar ein Kamel gesehen. Eric meinte ganz trocken: das Essen fuer die Tiger! ;-)
Dann ging es in den Tiger Canyon. Hier gab es dann die Option die Tiger anzufassen und sich mit ihnen fotografieren zu lassen, was ich natuerlich gemacht habe, dazu war ich schliesslich da.
Die grossen Miezies liegen zwar angekettet im Canyon, aber die Ketten sind so lang das sie auch aufstehen und rumlaufen koennen. Und ein Tiger ist immer noch ein Tiger und verdammt gross wenn man so daneben steht. Ich durfte verschiedene Tiger streicheln und ein Guide ist nebenher gelaufen und hat mit meiner Kamera Bilder gemacht. Man darf immer nur von hinten an das Ende der Katzen und an den Tigern standen auch immer 2 Waerter, die einen sofort weggezogen haben, sobald der Tiger sich umgedreht hat oder aufgestanden ist. Das ist mir 2x passiert. Ein krasses Gefuehl. Wenn so ein Tiger knurrt klingt das sehr bedrohlich und die Zaehne sind auch nicht zu verachten, ganz abgesehen von den riesigen Tatzen. Trotzdem war es unglaublich toll sie einmal in echt anzufassen, zu spuehren wie sie atmen und sich bewegen. Fuer mich ein echtes Wow-Erlebnis! Spaeter haben wir noch "Tigerkindern" beim spielen zugeschaut, die sind ja nicht zimperlich untereinander und auch die Kleinen fand ich schon ganz schoen gross, und Tigerkinder gestreichelt. Das war wirklich ein toller Tag!

Das wars aus meinem persoenlichen Dchungelcamp. Nun hoffe ich das Fidi ganz schnall die Bilder hierzu einstellt, aber sie ist mit den 4 Afrika Speicherkarten ja ziemlich ausgelastet, damit ihr es in Wort und Bild miterleben koennt.

Also immer munter bleiben

Eure Lexi